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Meine Stadt Fan-Randale – Polizistin bei Unfall schwer verletzt
Hannover Meine Stadt Fan-Randale – Polizistin bei Unfall schwer verletzt
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19:00 24.02.2019
Der Streifenwagen der Polizeidirektion wurde bei dem Unfall total zerstört. Quelle: Clemens Heidrich
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Hannover

Alle Insassen zogen sich leichte Verletzungen zu. Den Schaden schätzt die Polizei auf rund 60.000 Euro.Kurz vor 10 Uhr hatte es Randale von Mitgliedern der linken Szene und rund 60 bekannten 96-Chaoten an der Straße An der Lutherkirche gegeben. Die Polizei schickte reichlich Kräfte in die Nordstadt – darunter auch die Besatzung eines Mercedes-Sprinters der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen (ZPD) sowie einen Beamten (26) und eine Kollegin (28) der Polizeidirektion Hannover in einem Passat-Streifenwagen. Beide Fahrzeuge hatten Blaulicht und Martinshorn eingeschaltet, als es kurz nach 10 Uhr auf der Vahrenwalder Straße/ Philipsbornstraße/ Werderstraße zum Zusammenstoß kam.Die 28-jährige Beamtin wurde im Passat eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Die fünf ZPD-Kräfte (22, 25, 27, 29, 32) mussten nicht ins Krankenhaus. Sie wurden am Unfallort ambulant medizinisch versorgt. Zur Klärung des Unfallhergangs bittet die Polizei Zeugen, sich unter Telefon 05 11/109 88 88 zu melden.

In Hannovers Nordstadt haben sich Anhänger von Hannover 96 und Linksautonome eine Schlägerei geliefert.

Auslöser für die Prügelei von 96-Chaoten und Linken in der Nordstadt war offenbar ein seit etwa einem Jahr schwelender Streit über vermeintlich rechte Tendenzen und die Anwesenheit angeblicher „Nazis“ in der Nordkurve der HDI-Arena.

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Bereits im Dezember hatte es vor dem Heimspiel gegen Düsseldorf eine Schlägerei am Nordeingang des Stadions gegeben, Flyer, die in der Arena verteilt wurden, sorgten ebenfalls für Unmut (NP berichtete). Insider stufen den angeblichen „Rechtsruck“ in der Nordkurve allerdings als künstlich herbeigeredet und Kinderkram ein.Am Sonntag trafen sich die Lager in der Nordstadt. Dort hatten sich die Risikofans von Hannover 96 in einer Kneipe eingemietet. Vor der Tür ging es dann rund: Die Beteiligten prügelten aufeinander ein. Als die Polizei eintraf, befanden sich 60 Personen am Ort des Geschehens. Die Beamten setzten Schlagstöcke und Pfefferspray ein.Bei den 60 Beteiligten handelt es sich nach Auskunft der Polizei ausschließlich um bekannte „Risikofans“ von Hannover 96. Von allen wurden die Personalien festgestellt. Gegen sie läuft nun ein Verfahren wegen Landfriedensbruchs.

Beamte waren auf dem Weg zum Einsatz

Die Kneipe in der Nordstadt, in der sich die 96-Chaoten am Sonntag zunächst eingemietet hatten, machte nach der Schlägerei dicht. Das Lokal gab bekannt, man „steht für politische Neutralität und menschliche Begegnungen jenseits politischer Diskurse“.

Von Britta Mahrholz