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Meine Stadt Polizei beendet Massenschlägerei im Flughafen
Hannover Meine Stadt Polizei beendet Massenschlägerei im Flughafen
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Die Polizei musste eine Massenschlägerei am Flughafen in Langenhagen unterbinden. Quelle: Heidrich
Hannover

Die türkischen Angriffe auf kurdische Gebiete in Syrien haben offensichtlich auch Auswirkungen auf Hannover. Am Flughafen gab es Montagnachmittag heftige Auseinandersetzungen inklusive Schlägereien zwischen kurdischen De­monstranten und türkischen Fluggästen.

Während sich etwa 250 kurdische Demonstranten gegen 16 Uhr friedlich am Klagesmarkt trafen, um gegen die Bombardements zu protestieren, scheint sich eine Gruppe abgespalten und in Richtung Flughafen aufgemacht zu haben. Denn dort gibt es im Terminal B einen Schalter der türkischen Fluglinie Turkish Airlines.

Polizei beendet Massenschlägerei am Flughafen Langenhagen.

„Um 16.08 Uhr hat man im öffentlichen Bereich des Terminal B 40 bis 50 Demons­trationsteilnehmer mit kurdischen Flaggen vor dem Turkish-Airlines-Schalter ausgemacht“, so Frank Steiger­wald, Sprecher der Bundes­polizeiinspektion am Flug­hafen Hannover. Hier sei es zu einem Handgemenge mit „türkischen Fluggästen“ gekommen, die nach Istanbul wollten.

Zuständig für solche Fälle ist eigentlich die Polizei Langenhagen. Die Beamten der Bundespolizeiinspektion, normalerweise für Luftsicherheit und Grenzkontrollen am Flughafen stationiert, versuchten „im Rahmen der Eingreifhilfe“ zu schlichten. In „Gruppenstärke“, also mit acht bis zehn Personen, habe man die streitenden und handgreiflich werdenden Gruppen voneinander zu trennen versucht „und setzte aufgrund der Renitenz auch Reizgas ein“.

Im weiteren Verlauf habe die alarmierte Polizei Langenhagen mit einem eigenen Großaufgebot die Kontrolle übernommen, die Bundespolizei kümmerte sich dann „um den Schutz einreisender Fluggäste“, so Steigerwald. Um 16.50 Uhr sei der Einsatz schließlich für beendet er­klärt worden.

Nach Angaben von Polizeisprecher Andre Puiu wird nun gegen vier Personen wegen Körperverletzung ermittelt, außerdem wurden zwei Sachbeschädigungen aufgenommen. Zwei Personen erlitten leichte Verletzungen.

Bei ihrer Offensive in den kurdischen Gebieten setzt die türkische Armee offenbar auch deutsche Kampfpanzer ein. Mit weiteren Demonstrationen kurdischstämmiger Bürger ist also zu rechnen.

Petra Rückerl