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Hannover Meine Stadt Stadt will Eiche im Berggarten retten
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17:35 19.11.2018
Arbeiter stutzen die alte Eiche neben dem Welfenmausoleum im Berggarten. Quelle: Frankenberg
Hannover

Sie ist 171 Jahre alt, 23 Meter hoch und prägend für das Bild der Welfen-Ruhestätte im Berggarten. Doch die 1847 gepflanzte Eiche leidet unter einem starken Pilzbefall. Wie die Stadt Hannover mitteilte, neigt sich der Baum seit Jahre Richtung Boden, weshalb der Bereich um das Mausoleum im vergangenen Sommer aus Sicherheitsgründen gesperrt werden musste. Die Krone habe in frühreren Jahren bereits mit Seilen gestürtzt werden müssen. „Nun hat der Belastungstest eines Gutachters ergeben, dass der Baum nicht mehr verkehrsicher ist“, so die Stadt in einer Pressemitteilung.

Arbeiter stutzen die alte Eiche neben dem Welfenmausoleum im Berggarten Quelle: Frankenberg

Das „Prachtexemplar“ soll jedoch nicht gefällt werden. Das Team des Berggartens schneidet den Baum daher etwa sechs Meter zurück. „Durch einen solchen Sicherheitsschnitt kann die Eiche noch viele Jahre lang erhalten werden.“

Arbeiter stutzen die alte Eiche neben dem Welfenmausoleum im Berggarten Quelle: Frankenberg

Ruhestätte der Welfen

Das Mausoleum wird von 30 Stiel-Eichen gerahmt, ursprünglich waren es 36. Die Grabstätte für Königin Friederike und König Ernst August wurde 1842 bis 1847 nach den Plänen von Hofbaumeister Laves errichtet. Auch Kurfürstin Sophie, Kurfürst Ernst August, Georg I. von England und fünf weitere Vertreter des Herrscherhauses sind dort beigesetzt worden. Die Bäume kamen damals auf einem eigens konstruierten Weg in den Berggarten, sie hatten bereits jeweils eine Höhe von 13 bis 15 Metern. 16 Pferde waren für den Transport zuständig.

Das Mausoleum ist nach wie vor im Besitz des Hauses von Hannover und nicht öffentlich zugänglich.

Von eva