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Meine Stadt Passat GTE: Erste Spritzfahrt ein voller Erfolg
Hannover Meine Stadt Passat GTE: Erste Spritzfahrt ein voller Erfolg
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17:18 25.11.2018
Techniktest: NP-Tester Jan Schröder probiert aus, ob es mit dem Laden klappt. Quelle: Wallmüller
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DOLLBERGEN

Erhard Wanke beugt sich vor. Rhythmisch spricht er die richtige Reihenfolge aus und führt parallel die korrekten Handgriffe am Kühlergrill vor, hinter dem sich die Steckdose verbirgt: „Gegendrücken, aufziehen, reinstecken“, sagt er, „Gegendrücken, aufziehen, reinstecken.“ Der 74-Jährige lieferte am Sonnabend einen Passat GTE mit Plug-in-Hybrid beim NP-Testfahrer Jan Schröder ab. Der 44-Jährige wird jetzt eine Woche im Auftrag der Neuen Presse den Kombi ausprobieren und abschließend eine Wertung abgeben.

Passat lädt einfach an der Steckdose

Als Wanke mit dem blauen Passat in der ruhigen Wohnstraße in Dollbergen (Ortsteil von Uetze) ankommt, strömt die ganze Familie Schröder nach draußen vors Haus: Vater Jan (44), seine Frau Daniela (45), Sohn Luis (15), Tochter Luca (17) und deren Freund Kjell Kunde (19). „Schick ist er ja“, sagt Daniela Schröder mit einem anerkennenden Blick auf das Auto.

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Die Bedienung des Fahrzeugs und der Ladetechnik sind schnell erklärt: Schröder kennt sich ein bisschen in der Materie aus, der Industriekaufmann arbeitet bei Enercity und berät Privatkunden, die sich eine heimische Ladebox für ihr E-Auto zulegen wollen. Deswegen ist er schon ab und zu elektrisch gefahren, deswegen will er auch sofort ausprobieren, ob das Aufladen daheim per normaler Steckdose funktioniert – als er mal den kleinen Stromer Renault Zoe ausprobierte, klappte das nämlich nicht. Der Passat macht aber keine Mucken, er lädt, sobald er an der Steckdose hängt. Eine Frage bleibt noch: Darf auch Schröders Frau Daniela den Wagen fahren, in den Papieren ist nur der Vater vermerkt. Das ist telefonisch schnell geklärt, sie darf. Und sie will auch: „Das lasse ich mir nicht entgehen, ich möchte den schon gern ausprobieren. Ich fahre sonst ja auch unser Auto.“ Außerdem ist sie noch nie einen batteriebetriebene Wagen gefahren. Auch Tochter Luca, die in Begleitung schon fahren darf, möchte sich mal hinter das Steuer setzen. „Wenn ich darf – ich würde nicht nein sagen“, sagt die Fahranfängerin interessiert.

Täglich 80 Kilometer pendeln

In den kommenden Tagen werden die Eltern Schröder, die normalerweise einen Audi A6 Avant Kombi fahren, mit dem Passat GTE gemeinsam zur Arbeit zu Enercity nach Hannover pendeln, je Strecke sind das immerhin 40 Kilometer. „Da werden wir gut testen können, wie weit man mit dem elektrischen Antrieb kommt und ab wann man auf den Verbrenner-Motor umschalten muss“, sagt Schröder. Tagsüber kann das Auto an den firmeneigenen Ladesäulen auf dem Unternehmensgelände von Enercity aufgeladen werden, nachts wird er an die Haussteckdose gehängt.

Ansonsten stehen normale Alltagsfahrten mit dem VW Passat auf der Agenda, zum Arzt, zum Einkaufen und was so ansteht. Das Paar will dabei auch herausfinden, ob ein Hybrid möglicherweise eine „grüne Alternative“ zum jetzigen Familien-Diesel sein könnte – der ist nämlich zehn Jahre alt und könnte irgendwann von Dieselfahrverboten betroffen sein.

Batteriereichweite von 35 Kilometern

Eine erste Spritztour unternimmt Jan Schröder schon am Samstagnachmittag: Erst fährt er Erhard Wanke, der den Passat ausgeliefert hat, zum Bahnhof, der muss noch zurück nach Braunschweig. Und er macht einige Besorgungen, kurvt über die Dörfer der Gegend. Sein vorläufiges Urteil: „Tip Top, eine glatte Note eins. Ich finde den wirklich super“, schwärmt er. Der Passat sei an sich ja schon ein tolles Auto. Aber auch der Antrieb überzeuge ihn. Er sei anfangs ausschließlich elektrisch gefahren. „Sehr flott“ sei man damit unterwegs. Die reine Batteriereichweite bei diesem Plug-In-Hybrid beträgt 35 Kilometer. Als sich bei seiner kleinen Spritztour die Batterie zusehends leert, probiert er die verschiedenen Modi durch, die ein Plug-In zu bieten hat – etwa elektrisch fahren und den Verbrenner-Motor laufen lassen, um die Batterie während der Fahrt aufzuladen. „Das klappte alles hervorragend“, so Schröder. Zufrieden ergänzt er noch: „Jetzt muss ich nur noch einen Weg finden, wie ich den Wagen behalten kann.“

Von Inken Hägermann