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Meine Stadt Terror-Prozess wird nach Hannover verlegt
Hannover Meine Stadt Terror-Prozess wird nach Hannover verlegt
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00:21 29.11.2018
Brandanschlag: Der Prozess um das Verbrechen wurde nun nach Hannover verlegt. Start ist am 12. Dezember. Quelle: Holz
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Hannover

Die Brandanschläge auf zwei türkische Geschäfte in Garbsen und einen VW-Bus an der Ricklinger Straße in Hannover (NP berichtete) kommen ab Mittwoch, 12. Dezember, vor Gericht. Der Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Celle hat die Anklage gegen drei Syrer (21, 23, 23) und einen Iraker (22) zugelassen. Die jungen Männer sollen zwar keine Mitglieder der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) sein, nach Auffassung der Generalstaatsanwaltschaft Celle wollten sie mit den Verbrechen im März aber gegen den Einsatz türkischer Streitkräfte in der Kurden-Hochburg Afrin in Nordsyrien protestieren. Und die Kampfbereitschaft der PKK demonstrieren. Ungewöhnlich: Der Terror-Prozess wird ins Landgericht nach Hannover verlegt – in Celle, wo solche Staatsschutzverfahren in der Regel verhandelt werden, herrscht akute Raumnot.

Zielscheibe Handyladen und Kiosk

 Die Angeklagten, die inzwischen alle in U-Haft sitzen, sollen in der Nacht zum 13. März Molotow-Cocktails auf einen Gebäudekomplex an der Garbsener Sandstraße geworfen haben. Zielscheibe waren ein Handyladen und ein Kiosk von türkischen Betreibern. Der Plan, die Geschäfte in Flammen aufgehen zu lassen scheiterte, weil es den Angreifern nicht gelungen war, die Brandsätze ins Innere der Objekte zu schleudern.

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18 Fortsetzungstermine bis April 2019

Bis Anfang April sind in dem Verfahren 18 Fortsetzungstermine anberaumt. Verhandelt wird im Landgericht Hannover, weil der Sicherheitstrakt im OLG Celle ausgebucht ist. Dort müssen sich seit nunmehr 14 Monaten der Hildesheimer Hassprediger Abu Walaa und vier Mitangeklagte verantworten – Ende nicht absehbar.

Beim Prozess in Hannover sind strenge Sicherheitsvorkehrungen angeordnet. Zuhörer, Zeugen, Dolmetscher und Sachverständige müssen sich ausweisen, werden vor dem Einlass gefilzt und auch mit Metalldetektoren auf Waffen und andere gefährliche Gegenstände durchsucht.

Von Britta Mahrholz