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OB-Wahl 2019 Scholz oder Onay? Das sagen die kleinen Parteien
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17:37 28.10.2019
Eckhard Scholz (CDU) und Belit Onay (Grüne) stehen in der Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters. Quelle: Rainer Dröse
Hannover

Eine wirkliche Chance auf den Posten des Oberbürgermeisters hatten die kleinen Parteien und unabhängigen Kandidaten nicht. Ihre Wähler – immerhin zwölf Prozent der Stimmen – aber können nun die Stichwahl zwischen Belit Onay (Grüne) und Eckhard Scholz (CDU) entscheiden.

Doch nicht jede Partei möchte eine Wahlempfehlung abgeben. Die AfD, deren Spitzenkandidat Joachim Wundrak auf 4,6 Prozent der Stimmen kam, hält sich ganz bewusst zurück. „Die Stimmen gehören den Wählern, nicht der Partei“, betont AfD-Kreisvorsitzender Jörn König.

Die Linke will noch in dieser Woche über das Thema sprechen. „Dann werden wir entscheiden, ob und für wen wir eine Empfehlung ausgeben wollen“, sagt Jessica Kaußen. Sie erhielt 1,9 Prozent der Stimmen, genauso wie die parteilose Iyabo Kaczmarek.

Kaczmarek: Onay-Wahl wäre „ein starkes Signal“

Die freiberufliche Kulturmanagerin hat sich noch am Sonntagabend festgelegt. Sie empfiehlt ihren Wählern, in der Stichwahl am 10. November für den Grünen-Kandidaten Onay zu stimmen. „Ich sehe in ihm einen positiven Impuls und jemanden, der nahe an den Menschen ist. Er ist ein Teamplayer.“

Iyabo Kaczmarek empfiehlt ihren Wählern in der Stichwahl für den Grünen-Kandidaten Belit Onay zu stimmen. Quelle: Moritz Frankenberg

Auch CDU-Mann Scholz habe sie als offenen und ehrlichen Kandidaten kennengelernt, doch Onay schätze sie mehr: „Seine Wahl wäre auch ein starkes Signal an alle, die nicht in Hannover oder Deutschland geboren sind.“

Die Partei will Bier oder VW-Busse

Die Satire-Partei „Die Partei“ will zunächst Gespräche mit beiden Kandidaten führen und dann mal schauen, was diese so bieten können. „Vielleicht hat ja Herr Scholz noch ein paar VW-Busse in der Garage“, sagt Partei-Chef Julian Klippert. Ihm sei von den Grünen bereits ein Kasten Bier angeboten worden. „Das reicht natürlich nicht. Für unsere Stimmen wollen wir schon ein bisschen mehr“, fordert Klippert.

Auch Adam Wolf möchte sich mit beiden Kandidaten zusammensetzen. Ihm gehe es aber um die Inhalte. Dann werde auch er eine Wahlempfehlung aussprechen.

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