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OB-Wahl 2019 OB-Wahl: Satiregruppe „Die Partei“ schickt zwei Kandidaten ins Rennen
Hannover Meine Stadt OB-Wahl 2019 OB-Wahl: Satiregruppe „Die Partei“ schickt zwei Kandidaten ins Rennen
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15:30 14.07.2019
Treten an: Julian Klippert (links) und Catharina Gutwerk. „Die Partei“ hofft, mit beiden Bewerbern in die Oberbürgermeister-Stichwahl zu kommen. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Die Satiregruppe „Die Partei“ will sicher gehen, dass es auch wirklich klappt mit der Wahl zum Oberbürgermeister – und schickt deshalb gleich zwei Kandidaten ins Rennen um das Amt an Hannovers Stadtspitze. Catharina Gutwerk, stellvertretende Vorsitzende der „Partei“ in Hannover, wurde auf der Mitgliederversammlung am Sonnabend in der Sportgaststätte des MTV Groß-Buchholz mit 55 Prozent der Stimmen offiziell nominiert. Der unterlegene Vorsitzende Julian Klippert tritt als Einzelbewerber an, soll dabei aber ebenfalls von der „Partei“ unterstützt werden.

Abgesprochen hatten die beiden Kandidaten schon zuvor, dass auch der oder die Unterlegene für das OB-Amt kandidieren soll. Der Plan der „Partei“: Beide sollen den Sprung in die Stichwahl schaffen, so dass auf jeden Fall einer von beiden künftig Hannovers Verwaltung führen wird. Zuvor waren auch Ex-Fury-Gitarrist Christof Stein-Schneider, Ex-Rockerboss Frank Hanebuth, Ex-Kulturdezernent Harald Härke, Ex-OB Stefan Schostok sowie Ex-Kampfhund Chico als mögliche Bewerber gehandelt worden. Am Ende lief es aber doch auf den Zweikampf Gutwerk gegen Klippert hinaus. Härke wurde aber immerhin gesichtet bei der Veranstaltung im Sportheim.

Wurden auch gehandelt: Ex-OB Stefan Schostok, Ex-Fury-Gitarrist Christof Stein-Schneider, Ex-Rockerboss Frank Hanebuth. Quelle: Tim Schaarschmidt

„Wir sind angetreten, um Demokratie zu zelebrieren, und das haben wir auch getan“, verkündete Gutwerk. Als einzige ernst zu nehmende Partei habe man es geschafft, „eine Frau aufzustellen“ und zeitgleich den Mitgliedern eine Wahl zwischen zwei Kandidaten zu geben. Das war zwar auch den Linken gelungen. Einen ernsthaften Gegner scheint „Die Partei“ darin aber nicht zu sehen.

„Partei“-Kandidatin verspricht noch dreckigere Rathaus-Affäre

Und auf was dürfen die Bürger hoffen, wenn die Satiregruppe tatsächlich in Hannovers Rathaus einzieht? Gutwerk versprach eine Rathausaffäre, die noch größer und dreckiger sein werde, als die, die Stefan Schostok zu Fall brachte. Klippert hält sich für das Amt geeignet, weil er zwar nichts gelernt habe, dafür aber genau so wenig von Beamtenrecht verstehe wie Schostok.

Sicher ist, dass die Kandidatenliste bei der Wahl zu Hannovers Oberbürgermeister ungewöhnlich lang wird. Neben Gutwerk und Klippert werden darauf SPD-Bewerber und Ex-Kämmerer Marc Hansmann, für die CDU der frühere VWN-Chef Eckhard Scholz, der grüne Landtagsabgeordnete Belit Onay, Jessica Kaußen, Kreisvorsitzende der Linken, sowie die parteilose Kulturmanagerin Iyabo Kaczmarek stehen. Für die Piraten soll Ratsherr Adam Wolf antreten, die AfD will den Bundestagsabgeordneten Jörn König nominieren.

Von Christian Bohnenkamp

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