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Meine Stadt Leibniz Universität spielt in der ersten Liga
Hannover Meine Stadt Leibniz Universität spielt in der ersten Liga
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20:52 11.01.2019
VOLLER LOB:Polizeipräsident  Volker Kluwe, Leibniz-Uni-Präsident  Volker Epping, OB Stefan Schostok und  MHH-Präsident Michael Manns (von links).
VOLLER LOB:Polizeipräsident Volker Kluwe, Leibniz-Uni-Präsident Volker Epping, OB Stefan Schostok und MHH-Präsident Michael Manns (von links). Quelle: Fotos: Wallmüller
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HANNOVER

Volker Epping wählte ein Fußballbild: Beim Neujahrsempfang der Leibniz-Universität Hannover erklärte der Uni-Präsident am Freitagabend vor rund 1000 Gästen (darunter OB Stefan Schostok und Garbsens Bürgermeister Christian Grahl), dass seine Hochschule „in der ersten Bundesliga“ mitspiele. Der größte Erfolg im vergangenen Jahr sei es gewesen, zusammen mit der MHH vier Exzellenzcluster nach Hannover geholt zu haben. Damit sei der Weg frei gewesen für einen gemeinsamen Antrag der Hochschulen als Exzellenzuniversität im Verbund.

Im März würden internationale Gutachter eine Begehung durchführen, sagte Epping: „Bei der Begehung werden wir alles geben, um dann eine von elf geförderten Exzellenzuniversitäten in Deutschland zu sein.“ Abgesehen davon hätten Uni und MHH eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, mit der der Grundstein gelegt werde für eine „engere, aufeinander abgestimmte Entwicklung“. Die Häuser wollen sich der Gesundheitsforschung widmen, um „Magnet für Wissenschaftler und Studierende aus aller Welt zu sein“. Man wolle in dem Bereich eine „weltweite Spitzenposition“ einnehmen und kämpfe nun „um den Einzug in die Champions League“, so der Uni-Präsident.

Kritik übte Epping auch: Die Uni dürfte zwar mittlerweile Bauprojekte selbst verantworten, wie den Bau des neuen Maschinenbaucampus in Garbsen, sie habe aber bereits 2018 unter „Verzögerungen in der Baugenehmigung“ der Stadt und in der Folge unter „enormen Kostensteigerungen“ zu leiden gehabt. Die Auswirkungen müssten die Studierenden ausbaden, denen bald „dringend benötigte Einrichtungen“ fehlen könnten. Teilweise sei es sogar nicht mehr möglich, offene Professuren zu besetzen, weil es an Räumen und Laboren mangele. Das sei „nicht akzeptabel“, weder für die Uni noch den Wissenschaftsstandort Hannover und das Land Niedersachsen. Er appellierte dringlich an die Landesregierung, ausreichend Mittel zur Verfügung zu stellen, um Baumaßnahmen durchführen zu können. So gebe das Land aktuell 4,1 Millionen Euro jährlich für kleinere Baumaßnahmen und Unterhaltung von 174 Uni-Gebäuden – bei einem Sanierungsbedarf von 344 Millionen Euro, Tendenz steigend.

Von INKEN HÄGERMANN