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Meine Stadt Neues Netzwerk kämpft gegen hohe Mieten in Hannover
Hannover Meine Stadt Neues Netzwerk kämpft gegen hohe Mieten in Hannover
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20:40 02.11.2019
Rund 500 Menschen haben in Hannover gegen steigende Mieten protestiert. Quelle: Christian Behrens
Hannover

Ihr Slogan steht auf einem riesigen Plakat: „Die Stadt gehört uns allen.“ Mit einem neuen Bündnis wollen Aktivisten den steigenden Mieten entgegentreten. Das Netzwerk „Recht auf Stadt“ hat sich am Samstag gegründet, rund 500 Menschen nahmen an einem ersten Protestzug von der Nordstadt bis nach Linden teil. Auch Oberbürgmeister-Kandidat Belit Onay kam an die Christuskirche, lief aber wegen anderer Termine nicht mit.

„Wir demonstrieren gegen rasant steigende Miete und den Mangel an Wohnraum“, sagt Organisator Patrick Bredel. Er befürchtet, dass Menschen mit geringem Einkommen aus der City verdrängt werden und Hannover damit zu „einer Stadt der Reichen“ werden könnte.

Rund 500 Menschen haben gegen steigende Mieten in Hannover demonstriert.

Das neue Bündnis setzt sich aus mehreren Stadtteil-Gruppen wie etwa das „Kiezkollektiv Linden“ oder „Nordstadt solidarisch“ zusammen. „Bisher hat jeder sein eigenes Ding in seinem Kiez gemacht. Jetzt wollen wir auch mal über den Tellerand schauen“, sagt Bredel. Er selbst ist unter anderem bei der Initiative „Bumke selber machen“ aktiv. Die Gruppe will, dass auf dem Gelände des Elektro- und Sanitärgroßhandels auf dem Engelbosteler Damm Wohnungen mit geringen Mieten entstehen.

Kleingärtner unterstützen Protest

Auch das „Aktionsbündnis gegen Kleingartenzerstörung“ hat sich dem Netzwerk angeschlossen. „Besitzer von Kleingärten und Befürworter von geringen Mieten werden häufig gegeneinander ausgespielt“, sagt Bredel. Der Neubau von Wohnungen sei wichtig, diese müssten aber nicht auf dem Areal von Kleingärten entstehen. „Dafür müssen wir nicht die letzten Grünflächen opfern. Kleingärten haben eine wichtige ökologische und soziale Funktion, während Investoren ihre Flächen brach liegen lassen und auf steigende Preise warten“, sagt Bredel.

Das Netzwerk trifft sich am 18. November um 19 Uhr zum offenen Austausch im Freizeitheim Linden.

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Von Sascha Priesemann

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