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Meine Stadt Kein Hochhaus – neue Pläne für den Holländischen Pavillon
Hannover Meine Stadt Kein Hochhaus – neue Pläne für den Holländischen Pavillon
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16:14 16.09.2019
Neue Ideen: Das Studentenwohnheim neben dem Holländischen Pavillon wird nun deutlich niedriger. Quelle: Architekten MVRDV
Hannover

Für die Revitalisierung des Holländischen Pavillons im Expo-Park gibt es einen überarbeiteten Bebauungsplan, beim angedachten Studentenwohnheim aber soll es bleiben. Am Donnerstagabend wird der Investor, die „I Live Expo Campus GmbH“, im Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel seine Pläne erstmals öffentlich vorstellen. Demnach gibt es nun kein 17-stöckiges Hochhaus mehr, sondern einen U-förmigen, abgestuften Bau um den Pavillon mit bis zu neun Geschossen, dazu ein Parkhaus mit Büroflächen – es wird also in die Breite statt in die Höhe gebaut.

Nicht wirtschaftlich und Stadt will kein Hochhaus haben

Grund für die Planungsänderung: Schwierigkeiten bei der Einhaltung der Abstände zu den Nachbargrundstücken, ein starker Schattenwurf durch das Hochhaus sowie unerwartet hohe Baukosten aufgrund vieler Auflagen, berichtet Zechbau-Sprecher Holger Römer auf Anfrage. Zudem habe sich ein Hochhaus städtebaulich als nicht realisierbar erwiesen, da die Stadt in der Nachbarschaft den Stadtteil Kronsrode entwickele, der dadurch baulich an den Expo-Park heranrücke. Grundsätzlich begrüßt es die Stadt Hannover, dass der Pavillon das dominante Gebäude auf dem Grundstück bleibt, heißt es in der Verwaltungsvorlage zum Pavillon.

375 Mikroapartements, Büros und ein Parkhaus

Die „I Live Expo Campus GmbH“ wurde eigens für das Bauvorhaben gegründet, zur ihr gehören noch die Wohnkompanie Nord und der Mikroapartment-Anbieter I Live aus Aalen, die das Projekt umsetzen. Alle Firmen zählen wiederum zur Bremer Zechbau-Gruppe, die das Gelände mit Pavillon gekauft hatte. Das gesamte Bauvorhaben zwischen Boulevard de Montreal und Boulevard der EU im Expo-Park bezeichnet das Unternehmen nunmehr als „Loop“. Es sieht 375 Mikroapartments für Studenten und Lehrkräfte vor, die Appartements sind jeweils zwischen 21 und 35 Quadratmeter groß. Dazu kommt ein dreigeschossiges Parkhaus und ein Bürokomplex über zwei Etagen. Umgesetzt werden diese Pläne vom niederländischen Architekturbüro MVRDV.

Platz für Start-Ups, uninahe Freiberufler und Co-Worker

Im Souterrain des Appartementhauses sehen die Pläne Gemeinschaftsräume wie Lobby, Lounge, Fitness, Eventküche vor, die einzelnen Dachflächen sind vorgesehen für Angebote zum Gärtnern, Feiern, als Begegnungsstätte und zum Sporttreiben. In die „gestapelten Landschaften“ des ehemaligen Expo-Pavillons sollen sich Start-Up-Unternehmen sowie uni- und wissenschaftsnahe (Klein-)Unternehmen niederlassen. Zudem sind Flächen fürs Co-Working angedacht, in denen Freiberufler verschiedenster Berufszweige gemeinsam Projekte umsetzen. Der „Wald“ im Pavillon soll außerdem erhalten und als Erholungs- und Freizeitfläche genutzt werden. Schlusspunkt bildet eine Terrasse mit Ausblick und Gastronomie – ganzjährig nutzbar durch einen Leicht-Überbau. Apartments sowie Freizeit- und Arbeitsräume will der Investor selbst vermarkten.

Zechbau zum Pavillon: „Es sind nur Entwürfe“

Zechbau-Sprecher Holger Römer betont, dass das umgearbeitete Konzept lediglich Entwürfe seien, die von der hannoverschen Politik in den kommenden Wochen nun diskutiert werden. Der Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel tagt ab 18 Uhr im Freizeitheim Döhren, An der Wollebahn 1.

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