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Meine Stadt Nazi-Schmierereien in ehemaliger Flüchtlingsunterkunft
Hannover Meine Stadt Nazi-Schmierereien in ehemaliger Flüchtlingsunterkunft
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16:28 09.10.2019
Die Flüchtlingsunterkunft auf dem Festplatz in Empelde: Vor zwei Jahren hatten Unbekannte auf die Gebäude geschossen. Jetzt wurden hier Nazi-Symbole aufgesprüht. Quelle: Christian Elsner
Hannover

Nazi-Symbole haben Unbekannte in einer leer stehenden Flüchtlingsunterkunft im Stadtteil Empelde an die Wände gesprüht. Zudem rissen sie Leitungen heraus. Die Täter waren in die Containerhäuser am Sportpark eingebrochen. Auch eine Sporthalle wurde besprüht. Die Polizei sucht Zeugen.

Nach derzeitigen Erkenntnissen haben sich die Täter zwischen vergangenen Freitag, 7 Uhr und Dienstag, 9.30 Uhr, gewaltsam Zutritt zu dem Gelände verschafft, in dem sie eine Lücke im Bauzaun verursachten. Mutmaßlich näherten sie sich zu Fuß vom Stadtteil Mühlenberg aus, so Antje Heilmann, Sprecherin der Polizei.

Auch Außenwände beschmiert

Im Anschluss brachen die Unbekannten ein Fenster und Türen zu den leer stehenden Containerhäusern auf und gelangten so ins Innere. Dort richteten sie Sachschaden an: Unter anderem wurde das Mobiliar zerstört und Wasser- sowie Stromleitungen aus der Verankerung gerissen. „Zudem entleerten die Täter Feuerlöscher und sprühten nationalsozialistische Symbole und ein Phallus-Symbol mit blauer, roter und weißer Farbe an Innen- und Außenwände“, so Heilmann.

Schaden im fünfstelligen Bereich

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch sprühten Unbekannte ebenfalls mit Lackfarbe das Phallus-Symbol zusätzlich auch an der Außenfassade einer nahegelegenen Sporthalle. Die Polizei prüft Zusammenhänge. Derzeit gehen die Beamten davon aus, dass der Schaden im fünfstelligen Bereich liegt. Eine genaue Schadenssumme kann erst nach Abschluss aller Reinigungs- und Reparaturarbeiten ermittelt werden.

Zeugen, die Hinweise zu den Unbekannten geben können oder verdächtige Beobachtungen im und rund um den Tatzeitraum gemacht haben, sollten sich bei der Polizei unter 0511 / 109 55 55 zu melden.

Von Simon Polreich

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