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Meine Stadt Region Hannover: Premium-Buslinien für das Umland
Hannover Meine Stadt Region Hannover: Premium-Buslinien für das Umland
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17:38 14.05.2019
SCHNELLER UNTERWEGS: Zum Fahrplanwechsel gibt es sieben „sprintH“-Linien. Die Region Hannover will damit gut ausgelastete Busverbindungen zusätzlich stärken. Quelle: Körner
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HANNOVER

„sprintH“ statt „Regiosprinter“ und mehr Schnellverbindungen mit dem Bus: Die Region verbessert zum Fahrplanwechsel im Dezember ihr Nahverkehrsangebot und führt vier weitere Schnelllinien ein: Zwischen Neustadt und Marienwerder (Linie 400, alt:440), von Großburgwedel nach Langenhagen (Linie 600,alt: 650), von Mehrum in die hannoversche Südstadt (Linie 800, alt: 370) und von Burgdorf zum A2-Center in Altwarmbüchen/Lahe (Linie 900, alt. 640). Diese Pläne hat die Region am Dienstag dem Verkehrsausschuss vorgestellt.

sprintH-Linien fahren alle 30 Minuten – mindestens

Insgesamt gibt es dann sieben sprintH-Linien, denn erhalten bleiben außerdem die Schnell-Linien 300 nach Pattensen, 500 nach Gehrden und 700 nach Wunstorf. Die sprintH-Linien sollen mindestens alle 30 Minuten fahren und eine Abendbedienung bis Sonnabend 23 Uhr bekommen. Auf den Linien 500 und 700 ist sogar ein zehnminütiger Takt geplant und teilweise Nachtsternverkehr. Entlang der Linie 400 plant die Region außerdem eine Reihe von Bike & Ride-Anlagen. Ausgestattet werden die Busse mit WLAN, USB-Steckdosen und Breitbildschirmen für die Fahrgast-Info. Auf den Sprintlinien fahren täglich rund 30 000 Fahrgäste – 25 Prozent der Gesamtfahrgäste bei den Regiobussen am Tag. Auf den Linien 500 und 700 ist nach Angaben der Region der Fahrgastzuwachs besonders groß.

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Dezernent: „Liniennetz soll klarer strukturiert werden“

„Im Zuge der für dieses Jahr geplanten Direktvergabe der Buslinienverkehre im Umland an unser Unternehmen Regiobus haben wir uns intensiv mit der Überarbeitung des Angebots befasst“, so Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz: „Unser Ziel ist es, das Liniennetz klarer und effizienter zu strukturieren. Bei gering nachgefragten Linienfahrten werden Anpassungen vorgenommen, gleichermaßen sollen die Verbindungen mit den höchsten Fahrgastzahlen ausgebaut und weiterentwickelt werden.“ Über diese Anpassungen sollte der Verkehrsausschuss am Dienstag ebenfalls beraten, wurde aber von der FDP in die Fraktion gezogen – Beratungsbedarf.

Fahrgast-Informationen in jeden Bussen in Echtzeit

Die sechs Regiobus- und eine Üstra-Linie der neuen „sprintH“-Reihe sollen einheitliche Kriterien erfüllen und gleiche Ausstattungsmerkmale haben. Elke van Zadel, Leiterin des Fachbereichs Verkehr der Region Hannover, und Geschäftsführerin der Regiobus: „Alle ‚sprintH‘ verkehren ohne Umwege zwischen dem Umland und wichtigen Verknüpfungspunkten im regionalen Nahverkehr. Sie fahren entweder den nächsten Umsteigepunkt für Stadtbahn und S-Bahn an oder erreichen direkt den ZOB in Hannover. Und dies tagsüber mindestens im Halbstundentakt, ausgerichtet auf den Berufs-, Einkaufs- und Besorgungsverkehr.“ Zum einheitlichen Ausstattungsmerkmal gehört künftig auch Fahrgast-Infos in Echtzeit.

Ab 2020 verbessert die Region die Qualität der Haltestellen

Die Linien 300, 500 und 700 sind als Pilotlinien für den Einsatz von Elektrobussen im Regionalbusverkehr vorgesehen. Bis dahin werden auf den sechs „sprintH“-Linien der Regiobus die jeweils neuesten Fahrzeuge eingesetzt. Die Qualität an den Haltestellen will die Region ebenfalls ausbauen, ab 2020/21 sind die der Linien 500 und 700 an der Reihe, ab 2022 die restlichen Linien. „Im ersten Schritt rüsten wir fast 40 Busse aus unserem Bestand mit den neuen Merkmalen aus, um das sprintH-Thema zügig voran zu bringen. Bei künftigen Busbeschaffungen kann die neue Ausstattung dann gleich bei der Bestellung mit berücksichtigt werden. Dadurch, dass wir jedes Jahr neue Busse beschaffen, können wir modernste Fahrzeuge für dieses im Regionalbusverkehr wegweisende Projekt zur Verfügung stellen“, so Regiobus-Geschäftsführerin Regina Oelfke. Die Üstra wird auf der Linie 800 (bislang 370) voraussichtlich ab dem Fahrplanwechsel Ende 2020 neue Fahrzeuge mit Hybridantrieb einsetzen.

Von Andreas Voigt