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Meine Stadt Nächster Konzertknaller: Phil Collins kommt nach Hannover
Hannover Meine Stadt Nächster Konzertknaller: Phil Collins kommt nach Hannover
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15:24 26.11.2018
Superstar Phil Collins kommt nach Hannover. Quelle: picture alliance / Peter Foley/E
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Hannover

 Lange hatte man nichts mehr gehört und gesehen von Phil Collins. Und dann war da vor zwei Jahren plötzlich dieses Versprechen: „Da kommt noch was“ hießen optimistisch seine Lebenserinnerungen. Er erzählte im Interview in Hamburg von dem ermutigenden Zuspruch, den er von zahlreichen jungen Pop-, Soul- und Hip-Hop-Stars erfahren hatte. Man spürte: Es kribbelte in Collins, die Bühne rief. Ein Comeback lag an jenem Novembertag 2016 in der Luft, obwohl er von einem Sturz im Hotelzimmer tags zuvor humpelte und an einer Krücke ging.

Mit vier aufeinanderfolgenden Konzerten hatte Collins im September 1994 stolze 240 000 Menschen ins hannoversche Niedersachsenstadion gezogen – Rekord. Diesmal plant der 67-Jährige fünf Deutschland-Konzerte. „Still Not Dead Yet Alive – Immer noch nicht tot, noch lebendig“ steht als Slogan über der Reise, Collins macht 2019 Station in Stuttgart (Mercedes-Benz-Arena, 5. Juni), Berlin (Olympiastadion, 7. Juni), Hannover (HDI-Arena, 14. Juni), Köln (Rhein-Energie-Stadion, 21. Juni) und München (Olympiastadion, 24. Juni). Karten sind ab Mittwoch (28. November, 10 Uhr) im NP-Ticketshop, ab Freitag (30. November, 10 Uhr) zusätzlich an allen autorisierten Vorverkaufsstellen zu haben.

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Phil Collins war 1970 mit 19 Jahren als Schlagzeuger bei der Progrockband Genesis eingestiegen, sehr zum Verdruss seines Vaters, der ein frühes Pubkonzert der Band seines Sohnes wortlos verließ. Nach dem Ausscheiden des Originalsängers Peter Gabriel übernahm Collins bei Genesis 1975 auch das Mikrofon. Anfang 1981 startete er mit der Single „In the Air Tonight“ und dem Album „Face Value“ parallel eine nicht minder erfolgreiche Solokarriere. Ende der Nullerjahre zog er sich aus dem Musikgeschäft zurück, um für seine beiden Söhne aus dritter Ehe da sein zu können.  

„Da kommt noch was“ – den deutschen Buchtitel der im Original „Not Dead Yet“ (Noch nicht tot) betitelten Memoiren hätte Collins lieber vermieden, sagte er damals im Gespräch. „Denn das setzt mich einem unfairen Druck aus.“ Freilich wurde der Druck auch seitens seiner Familie aufgebaut. Seine Älteste, die Adoptivtochter Joely, hatte ihn damals mit der Enkelin bei seinem Kurzgig bei den US-Open besucht und ihm „Mach weiter, Dad!“ geraten. Das sei indes nicht so einfach, versicherte Collins: „Wenn du ein paar Jahre nichts gemacht hast, musst du wieder lernen, wozu die ganzen Knöpfe da sind, damit dir beim Songschreiben die Geräte nicht in die Quere kommen. Ein ganz schöner Berg, den man da erklimmen muss.“ Er seufzte, erhob sich, griff zur Krücke und grinste plötzlich breit wie der König der Bergsteiger.

„Aber ja“, sagte er dann, „ich bin mir ziemlich sicher, dass ich da rauf will.“

Von Matthias Halbig