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Meine Stadt Alles Knut: Eisbären-Nachwuchs im Zoo Hannover ist da
Hannover Meine Stadt Alles Knut: Eisbären-Nachwuchs im Zoo Hannover ist da
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13:43 25.11.2019
Milana leckt ihr Jungtier – zu sehen im roten Kreis. Quelle: Zoo Hannover
Hannover

Der Zoo Hannover feiert den ersten Eisbären-Nachwuchs: Nachdem lange gerätselt wurde, ob Milana wirklich schwanger ist, hat sie nun alle offen Fragen geklärt. Sie brachte zwei Jungtiere zur Welt, eines ist jedoch kurz nach der Geburt gestorben.

Die Freude im Zoo war riesengroß – aber auch zurückhaltend. „Von den Erfahrungen anderer Zoos wissen wir, dass die ersten zehn Tage besonders kritisch sind“, erklärt der Zoologische Leiter, Klaus Brunsing. Die Jungtiersterblichkeit bei Eisbärjungtieren ist in Zoos wie in der Wildbahn leider sehr hoch. „Milana hat sich gleich nach Geburt vorbildlich um die beiden Jungtiere gekümmert“, so Brunsing. Doch trotz aller sichtbarer Fürsorge lebte am nächsten Morgen nur noch eines der Jungtiere. Das andere Jungtier aber scheint sich gut zu entwickeln und wirkt munter.

Die Eisbären-Mutter mit dem Nachwuchs. Quelle: Zoo Hannover

Jetzt ist absolute Ruhe wichtig

Das Zooteam hofft nun, dass die Entwicklung von Milanas Jungtier weiterhin gut verläuft – der Zoo hat alle Voraussetzungen dafür geschaffen. „Wir können über die installierten Kameras auch die Töne aus der Wurfhöhle hören: das Kleine gibt die typischen, keckernden Jungtier-Laute von sich“, erzählt Brunsing. Milana kümmert sich weiter bestens um ihren etwa Meerschweinchen-großen Nachwuchs. „Es ist schwer, das winzige Jungtier in dem dichten Fell von Milana zu erkennen, sie hält es eng bei sich zwischen ihren Vorderbeinen, um es zu wärmen.“

In der nächsten Zeit wird sich niemand der Wurfhöhle nähern, absolute Ruhe ist ein entscheidender Faktor bei der Aufzucht. Die Eisbärin und ihr Jungtier werden ausschließlich über die installierten Kameras beobachtet. Wie auch in der Wildbahn, wird Milana die Wurfhöhle erst im Frühjahr verlassen.

Ein „Knut“ für Hannover

Vater Sprinter (12) ist weiterhin auf der Anlage in Yukon Bay zu sehen. Eisbären-Männchen haben mit der Aufzucht ihres Nachwuchses nichts zu tun – Eisbären kommen nur zur Paarung im Frühjahr zusammen. Nach einer erfolgreichen Paarung setzt bei dem Weibchen die sogenannte „Keimruhe“ ein. Hat das Weibchen den Sommer gut überstanden und ausreichend Futter gefunden, entwickelt sich gegen Ende des Sommers aus dem befruchteten Ei ein Embryo. Im Herbst zieht sich das Weibchen in eine Höhle zurück, um den Nachwuchs zur Welt zu bringen.

Wie groß das Interesse an Eisbären-Babys sein kann, zeigte der Hype um den Berliner Bären Knut. Er war im Dezember 2006 auf die Welt gekommen, starb allerdings schon mit vier Jahren.

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Von NP

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