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Meine Stadt Nach Unfalltod: Kommt die neue Ampelschaltung?
Hannover Meine Stadt Nach Unfalltod: Kommt die neue Ampelschaltung?
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00:24 05.05.2018
Gedenken:An der Kreuzung Vahrenwalder Straße/Industrieweg erinnern Blumen und Kerzen an den tödlichen Unfall eines Elfjährigen. Er wurde von einem 40-Tonner erfasst. Reinhard Spörer vom ADFC (kleines Bild) fordert schnelle Maßnahmen von der Stadt. Quelle: Foto: Dröse
Hannover

Der Tod des elfjährigen Manuel an der Vahrenwalder Straße hätte verhindert werden können. Das sagt Reinhard Spörer vom ADFC Region Hannover. Er macht sich seit Jahren stark für die Sicherheit von Radfahrern – vor allem dort, wo sie Lastwagen gefährlich nahe kommen.

Vor etwa zwei Wochen war der elfjährige Radfahrer an der Vahrenwalder Straße, Ecke Industrieweg, von einem 40-Tonner überrollt worden. Der Fahrer aus Rumänien hatte den Jungen übersehen. Offenbar hatten beide – der rechtsabbiegende Lkw und der geradeausfahrende Junge – Grün.

Abbiegeassistenten können helfen

„Solche Unfälle passieren fast zwangsweise, denn der tote Winkel des Lasters ist enorm“, sagt Spörer. Helfen könnten Abbiegeassistenten, die per Piepton auf Menschen aufmerksam machen. Für Speditionen würden pro Lkw rund 2500 Euro zusätzliche Kosten anfallen, rechnet er vor: „Nicht viel Geld!“ Eine verpflichtende Einführung dieser Systeme wird derzeit diskutiert. „Das kann aber noch sehr lange dauern“, so der ADFC-Mann. Er fordert die Stadt auf, jetzt schon zu handeln: „Meine Bitte an Oberbürgermeister Stefan Schostok: Denken Sie über eine alternative Ampelschaltung an der betroffenen Kreuzung nach. Es wäre ein Anfang.“

Denkbar sei viel – von komplett getrennten Ampelphasen der Rechtsabbieger und Fußgänger bis hin zu einer kürzeren Grünphase für die Radfahrer, die sich dann nicht mehr mit den Rechtsabbiegern überschneiden würden. Auch ein Rechtsabbiegeverbot kommt laut Spörer in Frage. Lkw-Fahrer müssten dann, um ihr Ziel zu erreichen, dreimal links abbiegen. Vorteil dieser Variante: Links kann der Fahrer aus dem Fenster blicken.

Thema im Bauausschuss

Der tödliche Unfall war am Mittwoch auch Thema im Bauausschuss des Rates. Eberhard Röhrig-van der Meer, Sprecher des ADFC in der Stadt, plädierte ebenfalls für die Veränderung der Ampelschaltung, damit zukünftig Rechtsabbieger und Radfahrer nicht gleichzeitig Grün haben. „Die Rechtsabbieger haben ja schon eine eigene Spur und würden dadurch nichts blockieren“, sagte er. Zudem forderte er die Stadt auf, den Radweg gut sichtbar rot zu markieren, so wie es das Ampelbündnis im Rat kürzlich für die ganze Stadt gefordert hatte. Das will die Stadt auch zügig umsetzen. Für eine Änderung der Ampelschaltung sieht sie zurzeit aber keinen Anlass. „Es ist dort alles so, wie es sein muss“, sagte Peter Freiwald, Vize-Chef des Tiefbauamtes. Alle Vorschriften würden eingehalten. In der kommenden Woche werde sich die Verkehrsunfallkommission die Unfallstelle allerdings noch einmal genauer anschauen. Danach würde entschieden, „ob Veränderungen notwendig“ seien.

In Osnabrück ist man weiter. Die Stadtverwaltung prüft nach mehreren Unfällen mit Radfahrern ein Rechtsabbiegerverbot. „Al­lerdings ist das hier nicht ganz so einfach“, sagt ein Sprecher. Lastwagen müssten kilometerweite Umwege um den Stadtring fahren.

Von Simon Polreich

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