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Meine Stadt Premiere für Freilichtbühne in Leinhausen
Hannover Meine Stadt Premiere für Freilichtbühne in Leinhausen
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15:59 22.07.2019
Premiere für die Freilichtbühne: Die Region machte in Leinhausen ihren Auftakt für den Kultursommer. Quelle: Samantha Franson
Hannover

Die Bierwagen standen schon, Plakate kündeten das Konzert mit dem städtischen Feuerwehr-Orchester „Opus 112 an“. Doch wenige Stunden vor der Veranstaltung im September 2018 machte die Bauverwaltung Axel Stelter einen Strich durch die Rechnung. Keine Genehmigung, kein Auftritt der Feuerwehr auf der neuen Freilichtbühne Leinhausen. Diesmal hatte der Unternehmer mehr Glück. Bei der Premiere der Konzert-Location am Sonnabend auf dem Gelände des ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerks hatte er nur mit dem Wetter zu kämpfen.

Tanzen im Regen – die gut 200 Besucher machten das Beste daraus. Im Rahmen des Kultursommers der Region traten die paraguayisch-türkische Elektrocombo Santi & Tuğçe und als Hauptact Chancha Via Circuito aus Argentinien auf. Kurios: Mit der Genehmigung der Veranstaltung klappte es diesmal, weil größer geplant wurde als im Vorjahr.

„Bei Veranstaltungen für mehr als 1000 Besucher ist das Eventmanagement der Stadt zuständig. Bei denen geht es schneller. Mit der Bauverwaltung ist es komplizierter“, berichtet Stelter (lesen Sie auch: Das lange Warten auf Baugenehmigungen in Hannover). Die Bauverwaltung hatte im Vorjahr die „Umwidmung der Wiese“ im Leinhausenpark gefordert. Aus bauordnungsrechtlichen Gründen habe man keine andere Wahl gehabt, als den Antrag für die Veranstaltung abzulehnen, hatte die Verwaltung 2018 erklärt.

Genehmigung für bis zu fünf Konzerte im Jahr

Hilfreich beim neuen Anlauf in diesem Jahr war allerdings wohl auch, dass das Konzert eine offizielle Veranstaltung der Region war. Die sucht sich für ihren Kultursommer gerne ungewöhnliche Orte aus. Da passte das Gelände des Eisenbahnausbesserungswerkes ins Profil. Und für den Lärmschutz ist die Region ohnehin zuständig.

Stelter stellte die Fläche kostenlos zur Verfügung und hat nach eigenen Angaben dadurch „ein Minus“ gemacht. Dafür hat er jetzt jedoch für zumindest drei Jahre die Genehmigung, jeweils fünf Konzerte mit bis zu 1100 Besuchern auszurichten. „Das ist schon eine Hausnummer und sicher für einige Event-Veranstalter interessant“, hofft der Eigentümer des Geländes. Er kann sich dort zum Beispiel Opernabende vorstellen. Zumal die Bühne mit mehr als 100 Quadratmetern Fläche auch viel Platz biete.

Keine Wohnungen: Stadt stellt sich quer beim Lärmschutz

Eigentlich hatte Stelter viel größere Pläne mit dem früheren Eisenbahnausbesserungswerk. Im Jahr 2010 hat er das Gelände gekauft. Er wollte dort vor allem Wohnungen einrichten. Doch obwohl es wohl nur wenig ruhigere Orte in Hannover gibt, machte die Stadt wegen des Lärmschutzes Probleme.

Viel Potenzial: In den historischen Gebäuden würde Eigentümer Axel Stelter gerne Wohnungen und Ateliers einrichten. Doch die Stadt will die wegen des angrenzenden Gewerbegebietes nicht genehmigen. Quelle: Florian Petrow

Grund: Die Fläche grenzt an ein Gewerbegebiet. Die Üstra hat dort ihr Leinhausener Depot. Die Deutsche Bahn ihr modernes S-Bahn-Ausbesserungswerk. Von den Betrieben ist zwar fast nichts zu hören. Sie dürften allerdings deutlich mehr Lärm machen. Und wegen dieses theoretisch möglichen Lärms gibt es keine Genehmigung für die in Hannover eigentlich dringend benötigten Wohnungen.

Entmutigen lassen will sich Stelter jedoch nicht. Er setzt Schritt für Schritt die Sanierungen an den Gebäuden fort. Sein nächster Plan: Aus der früheren Kantine soll eine Event-Location werden. „500 Quadratmeter ohne Stützen im Weg. Da kann man schon einiges machen“, versichert der Unternehmer.

Von Christian Bohnenkamp

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