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Meine Stadt Nach Drogen-Fahrt: Flughafen Hannover nimmt Betrieb wieder auf
Hannover Meine Stadt Nach Drogen-Fahrt: Flughafen Hannover nimmt Betrieb wieder auf
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20:27 29.12.2018
Wurde verfolgt: Diese griechische Maschine, von einem Fahrer eines BMWs, der unter Drogen stand.
Wurde verfolgt: Diese griechische Maschine, von einem Fahrer eines BMWs, der unter Drogen stand. Quelle: Christian Elsner
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Langenhagen

Ein unter dem Einfluss von Drogen stehender Mann hat am Sonnabend am Flughafen Hannover gegen 15.30 Uhr ein Tor im Bereich des Terminals C durchbrochen und ein kurz zuvor gelandetes Flugzeug einer griechischen Airline verfolgt.

Der Fahrer eines silberfarbenen BMWs der 5er Reihe fuhr über das Vorfeld, dann ein Stück über die Landebahn ehe er sein Fahrzeug wieder auf das Vorfeld lenkte, wo ihn kurz darauf Kräfte der Bundespolizei und des Flughafens stoppten. Eine Vorfeldstreife der Bundespolizei hatte den Eindringling ausgemacht und sofort Kräfte zusammengezogen. „Binnen Sekunden“ sei das geschehen, sagte Bundespolizeisprecher Jörg Ristow.

Der BMW hatte ein polnisches Kennzeichen. Von dort stammen soll der Fahrer allerdings nicht. Er soll zwischen Anfang und Mitte 20 sein. Bei seiner Vernehmung habe er angegeben, aus einem europäischen Land zu stammen. Aufgrund fehlender Papiere konnte seine Identität bisher allerdings noch nicht zweifelsfrei festgestellt werden.

Das Fahrzeug wurde routinemäßig von Experten auf Sprengstoff untersucht. Hinweise auf einen Anschlag oder einen terroristischen Hintergrund fanden sich bisher allerdings nicht.

Um 20.05 Uhr nahm der Flughafen seinen Betrieb wieder auf. Das Fahrzeug stand zu diesem Punkt zwar noch auf dem Vorfeld und wurde untersucht. Es sei allerdings „sicher“, sagte Bundespolizeisprecher Ristow.

Zwischen 15.30 Uhr und 19.30 Uhr waren 22 Maschinen von der Sperrung des Flughafens betroffen. Einige mussten nach Hamburg umgeleitet werden.

Allerdings bleiben Fragen. Es sei „derzeit unklar, wie der Fahrer das Tor auf- oder durchbrochen hat“, sagte Sprecher Ristow. Das müsse nun untersucht werden. Den Vorfeldstreifen sei das Fahrzeug aber „sofort aufgefallen. Die Sicherheitsmechanismen haben gegriffen“.

Ein Schnelltest habe den Hinweis gegeben, dass der Mann unter Drogen stand, es soll sich um Kokain und Amphetamine gehandelt haben. Deshalb sei „nicht auszuschließen, dass der Mann verwirrt war“, so Ristow.

Von Christian Bohnenkamp