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Meine Stadt Weihnachtsmarkt Hannover: Sicherheitskonzept wird nicht angepasst
Hannover Meine Stadt Weihnachtsmarkt Hannover: Sicherheitskonzept wird nicht angepasst
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10:26 12.12.2018
Zwei Polizeibeamte bewachen den Eingang zum Weihnachtsmarkt am Alten Rathaus.
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Hannover

Polizisten mit Maschinenpistolen, Patrouillen in Warnwesten und Zivilstreifen, dazu eine eigens eingerichtete Polizeiwache in einem Container in der Schmiedestraße – nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt im Jahr 2016 gehören erhöhte Sicherheitsvorkehrungen bei den Weihnachtsmärkten in der Stadt dazu.

Nach dem Anschlag am Rande des Weihnachtsmarkts in Straßburg sieht die Polizei Hannover derzeit keine Veranlassung, ihr Sicherheitskonzept zu verändern. „Wir beziehen auch solche Szenarien generell in unsere Planungen mit ein und haben unser bestehendes Einsatzkonzept daran ausgerichtet“, sagt Polizeisprecher André Puiu.

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Die Polizei zeigt Präsenz auf dem Weihnachtsmarkt an der Marktkirche. Quelle: Rainer Droese

Maßnahmen-Kataloge für unterschiedliche Extrem-Situationen

Landeshauptstadt und Polizeidirektion haben im Vorfeld ein gemeinsames Sicherheitskonzept erarbeitet. Für unterschiedliche Situationen wie zum Beispiel ein Unwetter, Stromausfall oder Bombendrohungen bestehen entsprechende Einsatzroutinen. Es gebe allerdings keine konkreten Hinweise auf terroristische Bedrohungen, hieß es vor Beginn des Weihnachtsmarkts. Daher seien alle geplanten Sicherheitsmaßnahmen rein präventiv.

Auf den Einsatz von Betonblockaden verzichtet Hannover übrigens bewusst. Der Weihnachtsmarkt sei sehr weitläufig, das mache das Absperren aller Zufahrten mit Pollern wenig sinnvoll, hieß es.

Innenministerium: „Es bleibt alles so, wie gehabt“

Auch das niedersächsische Innenministerium sieht nach dem tödlichen Anschlag in Straßburg zunächst keinen Anlass, die Sicherheitsmaßnahmen in Niedersachsen zu erhöhen. „Es bleibt alles so, wie gehabt“, sagte eine Sprecherin am Mittwoch. Man müsse ohnehin schon seit geraumer Zeit mit einer abstrakt hohen Sicherheitslage leben, worauf die Polizeibehörden des Landes entsprechend sensibilisiert seien. Patentrezepte gebe es nicht. „Jede Sicherheitsbehörde bewertet ihre Lage für sich und trifft Maßnahmen im Rahmen ihrer örtlichen Gegebenheiten.“

Sie räumte allerdings ein, dass nach einem Anschlag noch einmal auf die Sicherheitsmaßnahmen geschaut werde. Sollten sich daraus Konsequenzen ergeben, würden diese sicherlich bundesweit diskutiert und umgesetzt werden.

Von RND/güm/dpa