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Meine Stadt NP-Test: Wo gibt`s den besten Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt?
Hannover Meine Stadt NP-Test: Wo gibt`s den besten Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt?
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18:05 29.11.2018
Wohl bekomm’s: Der NP-Glühweintest mit Sascha Grauwinkel. Quelle: Dröse
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Hannover

Seit Mittwoch läuft Hannovers Weihnachtsmarkt – und mit ihm auch die diesjährige Glühwein-Saison. Das Angebot ist jedoch groß, ebenso wie die geschmacklichen Unterschiede zwischen den alkoholischen Heißgetränken. Eine kleine Entscheidungshilfe bietet der NP-Glühweihntest mit Experten Sascha Grauwinkel, Chef der Schlossküche Herrenhausen.

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Für Puristen

An der Weinbar Müller. Quelle: Dröse

Was? Klassischer roter Glühwein vom Stand Weinbar Müller, Knochenhauerstraße. Wie teuer? 3,50 Euro. Was ist drin? Dornfelder Rotwein vom Weingut Müller (Mosel), mit Wintergewürzen vermischt. Wie lecker? „Hochwertigerer Wein, das schmeckt man“, sagt Grauwinkel. Für einen klassischen Glühwein aber fast schon ungewöhnlich natürlich. „Etwas herber, wenig Süße, wenig Gewürze. Bei einem klassischen Glühwein würde man etwas mehr erwarten.“ Urteil: 3/5

Für Traditionelle

Sascha Grauwinkell „bei Doris“. Quelle: Dröse

Was? Klassischer Glühwein, „Bei Doris“, Knochenhauerstraße, Ecke Marktkriche. Wie teuer? 3 Euro. Was ist drin? Fertigmischung „Hitzkopf“ mit Beeren und Gewürzen. Wie lecker? Dem Weinexperten schmeckts: „Ausgewogen zwischen Süße und Säure“, sagt er zwischen zwei Schlücken. Deutlich mehr Würze als beim Nachbarn Weingut Müller, aber auch mehr Süße. „Auf jeden Fall süffig!“ Urteil: 3/5

Für Nordlichter

Sascha Grauwinkel probiert einen Lumi. Quelle: Dröse

Was? Weißer „Lumi“ vom Finnenstand auf dem Ballhofplatz. Wie teuer? 4 Euro. Was ist drin? Wein auf Basis von weißem Johannisbeersaft, Gewürze wie Anis und Zimt. Wie lecker? Grauwinkel verzieht das Gesicht: „Der Anis überdeckt alles“, sagt er. „Etwas schade, man bekommt von der Johannisbeere nichts mit.“ Im Abgang hat der Lumi sogar eine „medizinische Note“. Grauwinkel: „Der Glögi ist an diesem Stand die bessere Wahl.“ Urteil: 1/5

Für Biertrinker

Absolute Empfehlung: Das Glühbier „Glühkriek“ Quelle: Dröse

Was? Belgisches Glühbier (6 %) vom Stand „Glühkriek“, Ballhofplatz. Wie teuer? 4 Euro. Was ist drin? Grundlage ist traditionelles dunkles Kirschbier mit Gerste und Weihnachtsgewürzen. Wie lecker? „Das Zeug schmeckt!“ Sascha Grauwinkel ist begeistert. Und überrascht: „Man erwartet einen herben Geschmack, aber noch nicht mal der Schaum ist bitter“, sagt er und nimmt noch einen Schluck. „Aber trotzdem ein Bier, bei dem die Süße irgendwie dazugehört. Absolut rund! Für mich eine echte Entdeckung.“ 5/5

Für Ritter und Burgfräulein

Vanessa Valle Wu vom Mittelalterstand „Heißer Hirsch“ Quelle: Dröse

Was? Weißer Glühwein vom Mittelalterstand „Heißer Hirsch“ am Marstalltor. Wie teuer? 5 Euro. Was ist drin? Gleichnamige Fertigmischung aus Bio-Weißwein mit Zimt, Sternanis und weiteren Gewürzen. Wie lecker? „Schön fruchtig mit einer herben Note“, lobt der Weinkenner nach dem ersten Testschluck. Positiv: Man schmeckt den Wein noch angenehm heraus. „Weinig“, nennt Grauwinkel das. Sein Urteil: „Sehr lecker zu trinken!“ Ein Favorit. 4/5.

Für Romantiker

Quelle: Dröse

Was? Klassischer Glühwein im gemütlichen Wunschbrunnenwald. Wie teuer? 3,50 Euro. Was ist drin? Fertigmischung von Klindworth aus Rotwein mit Gewürzen. Wie lecker? Das für Rotwein typische, etwas stumpfe Gefühl auf der Zunge fällt Grauwinkel sofort auf: „Taninreich“, erklärt er. „Ich mag das!“ Eine „schöne Zimtnote“ hat der Gastronom sofort ausgemacht. Was noch auffällt: Das Getränk ist sehr heiß, es verdient den Namen „Glühwein“ tatsächlich. „Die anderen waren dagegen etwas lauer.“ Insgesamt ein wirklich guter Klassiker. 4/5

Für Gesellige

Quelle: Dröse

Was? Selbstgemachter Glühwein vom Stand „bei Susi“, Knochenhauserstraße. Wie teuer? 3 Euro. Was ist drin? Italienischer Landwein, Sternanis, Nelken, Zimt und Zucker, vor Ort gemixt. Wie lecker? „Man schmeckt das selbstgemachte“, freut sich Tester Grauwinkel. „Der Wein kommt schön durch. Definitiv fruchtig.“ Dazu kommt die nette Bedienung. Standchefin „Susi“ steht seit 47 Jahren jedes Jahr hinterm Tresen. Für einen Klönschnack ist sie immer zu haben. „Sehr gemütlich“, lobt auch Tester Grauwinkel. 3/5

Von Simon Polreich