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NP-Rendezvous 2019 Christian Wulff überrascht NP-Moderator Dannowski zum Geburtstag
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17:33 21.07.2019
Christian Wulff mit Christoph Dannowski, Bodo Krüger und dem Groovechor. Quelle: Frank Wilde
Hannover

Diesen Geburtstag wird NP-Moderator Christoph Dannowski (54) wohl nie vergessen. Und wir auch nicht. Denn Christian Wulff (60), Bundespräsident a.D., besuchte das Rendezvous im Stadtpark. „Seit Jahren bearbeite ich ihn. Nachdem er mir das dritte Jahr in Folge abgesagt hatte, sagte er: Sehen Sie meine Absage als Zusage für 2019“, erzählte Dannowski dem Publikum, bevor er den besonderen Gast auf die Bühne holte. „Herr Wulff hat einen Fehler gemacht: Er dachte, ich habe das vergessen. Habe ich aber nicht – und ihm dieses Jahr einfach drei Termine zur Auswahl geschickt. Hat geklappt, er entschied sich für meinen Geburtstag.“

Was Dannowski zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste: Wulff war nicht die einzige Geburtstagsüberraschung, sondern hatte auch noch selber eine mitgebracht. Mit dem „Groovechor“ aus Hannover, ein studentischer A-capella-Chor, im Schlepptau kam er auf die Bühne – und dann gab es erstmal ein Ständchen für und Tränen von Dannowski.

Wulff: „Ich sagte dem Chor, dass Dannowski ein fairer Journalist ist. Der Chor fand es aufregend, dass ich so etwas über einen Journalisten sage und sagte zu.“ Dass der Bundespräsident a.D. einen Chor mitbrachte, hatte einen Hintergrund: Wulff ist Präsident des deutschen Chorverbandes. Ihm zu Ehren spielte auch das Blasorchester Langenhagen auf der NP-Bühne.

Chorpräsident, Bundespräsident –viele Präsidententitel für eine Karriere – doch was ist eigentlich vom Bundespräsidentenamt übrig geblieben? Wulff gehört nach wie vor zu den wichtigsten Deutschen, übernimmt lebenslang Aufgaben bei der Vertretung Deutschlands, teilt sich mit Joachim Gauck und Horst Köhler repräsentative Aufgaben auf der ganzen Welt und muss laut Protokoll mit „Herr Bundespräsident“ angesprochen werden. Dannowski wollte von ihm wissen: „Sie können sich niemals wirklich in Ihr Privatleben zurückziehen. Wie gehen Sie mit dieser Belastung um?“

Mit dabei: Christian Wulff, Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann und der Hannöversche Traditionscorps

Wulffs Antwort: „Ich kämpfe seit Jahren um mein Privatleben. Ich habe in den vergangenen Jahren um die 100 Prozesse geführt.“ Der Politiker erzählte von Paparazzi. „Bei mir zuhause in Burgwedel hat sich ein Fotograf eine Mülltönne umgebaut – und versteckt sich da drin, wenn ich zum Beispiel einkaufen gehe.“ Sein Appell: „Auch Politiker brauchen Privatsphäre – damit den Job überhaupt noch einer macht.“

Das war das Stichwort, um zum Thema Merkel überzuleiten. Dannowski fragte Wulff nach den Zitteranfällen Angela Merkels. Der erzählte, wie hoch der Adrenalin- und Stresspegel eines Politiker ist – beruhigte aber, was die Kanzlerin betrifft: „Merkel hat eine unglaubliche Kondition und unendliche Belastbarkeit. Diese Frau schafft uns alle.“

Zum Schluss hatte Wulff noch einen Appell für die Menschen im Publikum: „Wir leben so lange wie nie zuvor, so gesund wie nie zuvor, so sicher wie nie zuvor“, begann der 60-Jährige. „Insgesamt ging es uns niemals besser als es uns heute geht. Und dass wir trotzdem immer miesere Stimmung haben, finde ich zum Kotzen.“

Mit Fans: Christian Wulff im Publikum beim NP-Rendezvous. Quelle: Kelz

Mit diesen Worten verabschiedete sich der Bundespräsident a.D. von der Bühne. Doch er rauschte nicht mit seiner verdunkelten Limousine ab, sondern setzte sich ins Publikum zu den Rendezvous-Gästen, plauderte, schüttelte Hände, gab Autogramme und posierte für Selfies – immer unter den aufmerksamen Blicken seiner Bodyguards. Und am Ende dauerte die Wulff-Show statt eingeplanter 20 Minuten fast eine Stunde.

Stadtsuperintendent Heinemann: Auch er wurde überrascht

In diesem Sonntags-Rendezvous steckte nicht nur viel Musik drin – es war auch voller Überraschungen. Denn nicht nur NP-Geburtstagskind Dannowski wurde überrascht, sondern auch Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann (65). Der Theologe geht nämlich in 77 Tagen in den Ruhestand. „Da ich bei deiner Verabschiedung woanders moderieren muss, erledigen wir meinen Abschied einfach schon heute“, sagte Dannowski, selber Sohn des verstorbenen Stadtsuperintendenten Hans-Werner Dannowski.

Hannover, RIS vom 14.07 . (Foto: Frank Wilde) Quelle: Frank Wilde

Der NP-Moderator holte Überraschungsgäste und Freunde Heinemanns auf die Bühne: Regionaldechant Martin Tenge und Sunny Panitz, Pfarrer in Heinemanns Heimat Wiesbaden. Dahin wird er im Ruhestand übrigens nicht zurückkehren: „Hannover ist genau wie das 96-Stadion: Hell und weit.“

Außerdem habe er in dieser Stadt seine Frau kennengelernt –und wie es sich für einen Pastor gehört, ist das vor der Marktkirche passiert.

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Von Josina Kelz

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