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Meine Stadt Mordfall Lauenau: Staatsanwalt geht gegen Freispruch vor
Hannover Meine Stadt Mordfall Lauenau: Staatsanwalt geht gegen Freispruch vor
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16:10 28.03.2019
LANDGERICHT HILDESHEIM: Anwalt Christoph Hessel mit dem Angeklagten Uwe K. Quelle: Nagel
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HILDESHEIM

In dem spektakulären Mordprozess von Lauenau (Kreis Schaumburg) hat die Staatsanwaltschaft Hildesheim Revision eingelegt. Das bestätigte am Donnerstag die Sprecherin der Behörde, Christina Pannek. Vergangene Woche war Uwe K. (47) von der Schwurgerichtskammer Hildesheim freigesprochen worden. Der Staatsanwalt hatte eine Verurteilung wegen Mordes gefordert. Und zwar meinte er, dass auch die nicht angeklagte Geliebte (43) von Uwe K. an dem Verbrechen beteiligt gewesen sei. Am 27. Mai 2015 war die Ehefrau des Angeklagten brutal ermordet worden. Im ersten Prozess vor dem Bückeburger Landgericht war K. zu elfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Dagegen legte die Verteidigung Rechtsmittel ein.

Anwalt glaubt nicht an Erfolg

Nun geht die Staatsanwaltschaft gegen das Urteil vor. „Das ist die logische Konsequenz, die aus dem Plädoyer des Staatsanwalts folgt“, sagt Verteidiger Matthias Doehring. Er glaubt aber nicht, dass das Rechtsmittel erfolgreich sein wird. „Dafür ist das Urteil zu gründlich und gut begründet.“ Der Anwalt aus Hannover rechnet erst im nächsten Jahr mit einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes (BGH).

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Anwalt Andreas Hüttl hat im Prozess den Vater des Opfers vertreten. „Bei ihm herrscht jetzt große Erleichterung“, sagt er. Er hält die Revision der Staatsanwaltschaft für zwingend. Auch der Nebenkläger hat Rechtsmittel eingelegt.

Von Thomas Nagel