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Meine Stadt Mit Eis und App: DRK lockte junge Leute zur Blutspende
Hannover Meine Stadt Mit Eis und App: DRK lockte junge Leute zur Blutspende
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11:58 13.06.2019
Blutspende: Jürgen Engelhard vom DRK unterhält sich mit Spenderin Sandra Rautenberg (27). Quelle: Behrens
Hannover

Die Auswahl ist gar nicht schlecht: Kugelweise Amarena, Mango, Joghurt und mehr bietet der Eismann in der Cafeteria des Clementinenhauses. Bezahlen muss man die Eistüte nicht – zumindest nicht mit Geld: Mit der Blutspende-Aktion „Sommer, Sonne, Eisgenuss“ zum anstehenden Weltblutspendetag unterstützte das Lister Krankenhaus das DRK.

„Coolste Blutspende der Stadt“

Mit der „coolsten Blutspende der Stadt“ – sie fand ausgerechnet an einem Regentag statt – wollte man vor allem junge Menschen motivieren. „Nur rund 2,5 Prozent der Hannoveraner spenden Blut – das sind schon weniger als der Landesdurchschnitt von etwa vier Prozent“, sagt Jürgen Engelhard vom DRK-Blutspendedienst. Bei den 18- bis 40-Jährigen ist die Beteiligung besonders niedrig.

Stellenwert der Blutspende gesunken

Das liege zum einen am demografischen Wandel (die Generation der Babyboomer ist älter als 40). „Zum anderen hat Blutspenden heutzutage einen nicht so hohen Stellenwert wie früher. Das gilt für soziales Engagement insgesamt, oder die Mitgliedschaft in Vereinen“, so Engelhard. „Überall dort sind die Zahlen der jungen Leute rückläufig.“ Woran das liegt? „Möglicherweise an der Reizüberflutung im Internet“, so der DRK-Mann.

Junge Leute per App erreichen

Deshalb will man die Zielgruppe nicht nur mit Eis oder saisonalen Snacks an die Nadel locken. Sondern die jungen Menschen dort abholen, wo sie sich aufhalten: „Wir haben seit Neuestem eine App entwickelt, um sie zu erreichen“, so Engelhard. Die App kennt etwa die nächsten Spendetermine, synchronisiert sie mit dem eigenen Kalender und weist rechtzeitig auf sie hin.

Zahlreiche Spendetermine

Genug Möglichkeiten zum Spenden gibt es in Hannover: Nächste Woche stehen allein in der Region vier Termine an, diese Wochen noch zwei. Allerdings können erwachsene Männer im Schnitt nur alle acht Wochen zur Spende, Frauen alle drei Monate. „Auch das berechnet die App für den Nutzer“, so Engelhard.

Statt sechs, beziehungsweise vier Mal im Jahr geht der Durchschnittsspender nur 1,8 Mal Blut spenden. Dabei ist der Bedarf groß: Allein in Niedersachsen werden täglich 2300 Blutspenden benötigt.

Weitere Infos auf der Homepage des Blutspendedienstes.

Von Simon Polreich

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