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Meine Stadt Millionen für Hannovers Radverkehr
Hannover Meine Stadt Millionen für Hannovers Radverkehr
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20:28 07.11.2018
Diskussion im Bauausschuss: Da war die CDU noch dabei. Später verließ sie aus Protest den Saal. Quelle: Frankenberg
Hannover

Das Ampel-Bündnis legt für den Haushalt 2019 und 2020 einen deutlichen Schwerpunkt auf den Ausbau von Hannovers Radwegenetz. Der Bauausschuss hat in seiner Sitzung am Mittwoch über ein Millionenpaket abgestimmt.

Allein zwei Millionen Euro ab 2020 sind für erste Maßnahmen für den Bau eines Radschnellwegs aus Hannovers Innenstadt über die Wasserstadt Limmer nach Garbsen vorgesehen. Außerdem soll – ebenfalls ab 2020 – als Pilotprojekt zumindest eine der Velorouten umgesetzt werden, die der Radfahrerclub ADFC vorgeschlagen hat. Sie soll zwischen Hauptbahnhof und Fasanenkrug entstehen. Allerdings sind dafür nur 500 000 Euro vorgesehen – und nicht die eine Million, die der ADFC pro Route gefordert hat.

Velorouten in alle Stadtteile und weitere Radschnellwege

Diese erste Veloroute ist allerdings nur als Einstand geplant. In den nächsten zehn Jahren sollen sämtliche Stadtbezirke mit ihnen erschlossen werden, so der Plan der Ampel.

Ebenfalls vorantreiben will das Ampel-Bündnis einen Radschnellweg zwischen Hauptbahnhof und Silbersee in Langenhagen. Die Stadt soll nun ein Konzept für eine solche Strecke entwickeln.

Um die Velorouten und Radschnellwege umsetzen zu können, sollen extra zwei zusätzliche Stellen in der Verwaltung geschaffen werden.

Radweg auf alter Kohlenbahntrasse in Linden?

Außerdem schlägt die Ampel vor, am Mittellandkanal einen durchgehend asphaltierten Radweg anzulegen sowie eine schnelle Route auf der ehemaligen Kohlenbahntrasse in Linden – vom Küchengarten nach Badenstedt und Davenstedt.

Dass mehr in den Radverkehr investiert werden muss, darüber gibt es mittlerweile im Rat einen breiten Konsens. Die CDU wollte die Mittel im Haushalt dafür pauschal um zwei Millionen Euro aufstocken, um damit Lücken im Netz zu schließen. Sie zieht das Veloroutennetz, das der ADFC vorgeschlagen hat, dem Bau von Radschnellwegen vor. Die Mittel für den Radschnellweg Richtung Lehrte wollte die CDU streichen. Dennoch stimmte der Bauausschuss für das Projekt, an dem im nächsten Jahr erste Arbeiten beginnen sollen.

Oliver Förste von der „Partei“ forderte, rund 20 Prozent der Ausgaben für den Verkehr in die Radinfrastruktur zu investieren. Das entspricht dem Anteil des Radverkehrs am Verkehrsaufkommen.

CDU verlässt aus Protest den Saal

Verabschiedet wurde auch die Erhöhung der Parkgebühren – von 1,80 auf 2,60 Euro pro Stunde in der Innenstadt sowie eine Ausweitung von kostenpflichtigen Parkplätzen auch auf dicht besiedelte Stadtteile. Zudem soll es einen Test mit neuen Parkscheinautomaten geben, die alle gängigen Bezahlmöglichkeiten, also auch Kreditkarten, zulassen. Zunächst zehn Geräte sollen auf Mietbasis angeschafft werden.

Bei den Abstimmungen war die CDU allerdings nicht mehr dabei. Sie hatte aus Protest die Sitzung verlassen, weil die Ampel ihre Haushaltsvorschläge so spät vorgelegt hatte, dass man sich damit nicht mehr habe befassen können, so die CDU-Kritik.

Von Christian Bohnenkamp

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