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Meine Stadt Maschseefest: Stadt denkt über Südstadt-Sperrungen nach
Hannover Meine Stadt Maschseefest: Stadt denkt über Südstadt-Sperrungen nach
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17:04 18.08.2019
Sorgt für Ärger: Wildes Südstadt-Parken während des Maschseefestes – hier am Altenbekener Damm. Quelle: Priesemann
Hannover

Viele Bürger fordern sie seit langem. Ein großer Teil der OB-Kandidaten setzt sich dafür ein, der Bezirksrat sogar einstimmig, auch mehrere Ratsfraktionen: Nun denkt die Stadt tatsächlich darüber nach, während des nächsten Maschseefestes Teile der Südstadt für Nicht-Anlieger zu sperren. „Das interpretiere ich als Auftrag an uns seitens der Politik“, sagte Ralf Sonnenberg, der städtische Eventmanager, bei der Abschluss-Pressekonferenz zum Fest am Sonntag.

Er machte aber auch deutlich, dass es viele offene Fragen dazu gibt. Wie werden besucherstarke Tage definiert, an denen die Sperrungen greifen sollen? Was genau ist eigentlich mit der westlichen Südstadt gemeint, für die die Sperrungen gefordert wurden? Und wer soll für die Absperrungen und deren Überwachung zahlen? „Das kostet alles viel Geld“, warnt Sonnenberg. Die Verwaltung werde sich das „nun in Ruhe anschauen“.

Nolte: „Seesause nicht aus Steuergeldern finanzieren“

Maschseefest-Organisator Hans Nolte stellt klar: „Wir können die Seesause nicht mit Steuergeldern finanzieren“. Er sieht auch „keine Chance, die Mieten anzuheben“. Die Preise auf dem Fest habe seine Hannover Veranstaltungs GmbH „schon jetzt nicht im Griff. Das tut uns Leid“, so Nolte. Er warb aber auch für Verständnis für die Gastronomen. Diese müssten schon sechsstellige Beträge investieren, „bevor überhaupt das erste Bier gezapft wird“.

Zogen Bilanz: Maschseefest-Organisator Hans Nolte, Benjamin Häselbarth von den Johannitern, Nurhan Brune, die Einsatzleiterin der Polizei, und Ralf Sonnenberg , der städtische Eventmanager. Quelle: Christian Behrens

Beim Maschseefest 2019 geht Nolte allerdings davon aus, dass es „für alle auskömmlich war“. Obwohl die Rekordzahl vom Vorjahr verfehlt wurde. Auf zwei Millionen schätzt der Organisator die Besucherzahl für dieses Jahr. 2018 waren es 2,4 Millionen gewesen – Rekord.

Organisatoren: Besucherrückgang lag am Wetter

Laut Nolte lag der Rückgang am Wetter. 2018 habe es 180 Sonnenstunden gegeben. In diesem Jahr seien es „unter 100 gewesen“. Es gehe „keiner raus, wenn es regnet“, sagte der Organisator, der sich dennoch zufrieden mit dem 34. Maschseefest zeigte. „Das Konzept ist aufgegangen“, sagte Nolte.

Schirme raus: Am Abschlusssonntag goss es teilweise noch einmal kräftig auf dem Maschseefest. Quelle: Christian Behrens

2020 stehen allerdings Veränderungen an. Die Großflächen auf dem Fest werden komplett neu ausgeschrieben. Bis Ende des Jahres soll das über die Bühne gehen. Dabei müssen auch neue Auflagen berücksichtigt werden, unter anderem zum Lärmschutz. Die Gelegenheit will Nolte auch nutzen, um an einigen Stellen nachzujustieren. „Wir haben Fehler entdeckt“, sagte er. An einigen Stellen habe es Engpässe gegeben, auch seien Stände „zu eng gebaut“ gewesen.

Schwieriger Termin: Fest 2020 komplett in den Ferien

Eine Herausforderung werde das kommende Fest auch, weil dieses komplett in die Sommerferien falle. Es wird vom 29. Juli bis 16. August ausgetragen. Dadurch werde es zum Beispiel schwieriger, genug Personal für die Stände zu finden. Gebraucht würden rund um den See etwa 1600 Mitarbeiter, so Nolte.

Erfreulich: Das Fest war deutlich friedlicher als 2018. Laut Nurhan Brune, die bei der Polizei für die Party am See zuständig ist, gab es 40 Prozent weniger Straftaten. Sie gingen von 222 auf 148 zurück. Auch die Johanniter verzeichneten deutlich weniger Einsätze und auch spürbar weniger Gewalt gegen ihre Mitarbeiter.

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Von Christian Bohnenkamp

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