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Maschseefest 2019 Preise, Parken, Radweg: Das läuft auf dem Maschseefest nicht rund
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18:56 11.08.2019
Auch bei diesem Maschseefest: wildes Parken in der Südstadt. Quelle: Priesemann
Hannover

Mit den Besucherzahlen sind die Veranstalter des Maschseefests sehr zufrieden. Rund 900.000 Menschen kamen in den ersten neun Tagen zur Seesause. Doch es gibt auch Kritik von einigen Gäste. Insbesondere Familien ist das Maschseefest viel zu teuer. „Die Preise sind schon sehr stolz“, sagt Michel Niedryzchlok (37). Er ist zusammen mit seiner Frau Susi (34) und seinen beiden Kindern beim Fest. „Wir haben eben 20 Euro bezahlt, um ein paar Kleinigkeiten zu essen. Aber das ist heutzutage ja leider schon normal“, sagt er.

Satt sind die Vier davon noch nicht geworden. Wer größere Portionen essen möchte, der muss mit deutlich höheren Preisen rechnen. Bei den Restaurants etwa am Geibeltreff sind einige Hauptgerichte erst ab 15 Euro aufwärts zu bekommen – allerdings versprechen die Gerichte auch deutlich bessere Qualität.

Mehr lesen: Großer NP-Test – so schmeckt das Maschseefest

Am Südufer müssen Familien tief in die Tasche greifen, um ihre Kinder auf eine Spielwiese zu lassen. Betreiber „Joymondo“ verlangt Eintritt für den kleinen Bereich, auf dem mehrere Hüpfburgen stehen. Kinder zahlen 5 Euro, eine Begleitperson einen Euro. Zwei Kinder und zwei Erwachsene machen so ganz schnell zwölf Euro für die Familienkasse. „Da ist mir erst einmal schlecht geworden, als ich das gelesen habe“, sagt Andrea (30). Dennoch war sie vor einigen Tagen mit ihrem Kind auf der Spielwiese und hat sich hinterher geärgert. Weil es plötzlich regnete, war der Hüpfspaß schnell beendet und das Geld pfutsch.

Fünf Euro kostet der Eintritt auf die Kinder auf die Spielwiese am Südufer. Quelle: Priesemann

Philipp Guttack (41) und Frau Kathleen (37) haben sich letztlich dagegen entschieden, mit ihrer Isabell (5) auf die Spielwiese zu gehen. „Nein, das ist uns viel zu teuer“, sagt Kathleen Guttack. Zumal einige Angebote wie etwa der „Water-Walking-Ball“ nochmal extra kosten. Sechs Euro zahlen die Kinder, um sechs bis acht Minuten eingeschlossen von einem Ball auf dem Wasser strampeln zu können. „Ich finde es ja okay, dass die Eintritt nehmen. Aber muss es gleich so viel sein“, fragt sich Philipp Guttack. Das Konzept scheint dem Betreiber allerdings recht zu geben: Am Sonntag Mittag ist die Wiese gut gefüllt.

Wildes Parken in der Südstadt

Für Ärger bei den Anwohnern sorgt indes weiterhin das Parken in der Südstadt. Obwohl die Stadt deutlich sichtbarer als noch in den Vorjahren mit LED-Tafeln auf den Parkplatz auf dem Schützenplatz verweist, nutzen immer noch viele Besucher die wenigen freien legalen wie illegalen Stellflächen in der Nähe des Maschseefests. Dabei wird jeder Zentimeter genutzt, sogar Grünstreifen sind zugeparkt. Auf dem Schützenplatz gibt es noch reichlich freie Stellplätze. Auch die Smartphone-App Nunav, die der Veranstalter anpreist, weist den Weg dorthin. Die vier Euro Parkgebühr finden einige Autofahrer aber wohl zu hoch.

Die beiden Frauen sind in der falschen Richtung des Radwegs unterwegs. Der Mann fährt richtig. Quelle: Christian Behrens

Der provisorische Radweg auf der der Ostseite des Rudolf-von-Bennigsen-Ufers kommt bei den Radfahrern und neuerdings auch den Nutzern von E-Scootern zwar gut an. Trotz aller Schilder und Markierungen auf dem Boden verstehen aber noch immer einige Radfahrer nicht, in welcher Richtung sie nun wie fahren müssen. So kommt es regelmäßig zu gefährlichen Situationen mit einigen Geisterradlern, die auf der verkehrten Seite unterwegs sind. Radfahrer, die stadteinwärts fahren, sollen den von der Autospur abgetrennten Weg auf der Fahrbahn nutzen. Radfahrer, die stadtauswärts unterwegs sind, teilen sich den kombinierten Geh- und Radweg mit den Fußgängern.

Von Sascha Priesemann

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