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Meine Stadt Markthalle: Silvester-Desaster soll sich nicht wiederholen
Hannover Meine Stadt Markthalle: Silvester-Desaster soll sich nicht wiederholen
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16:43 17.01.2019
NORMALBETRIEB: Anders als auf diesem Foto war die Markthalle in den Vorjahren zu Silvester überfüllt. Quelle: Frank Wilde
Hannover

Silvester 2019 soll die Markthalle wieder ein Ort des Feierns werden. Das wünschen sich Verwaltung, Politik und natürlich die Betreibergesellschaft. „Wir laden zum Dialog ein“, sagte der städtische Eventmanager Ralf Sonnenberg im Fachausschuss.

Der „Bauch von Hannover“ war am letzten Tag des Vorjahres ziemlich leer geblieben. Hunderte von enttäuschten Hannoveranern standen vor versperrten Türen. Mehr als 900 Besucher dürften nicht rein, hatte die Verwaltung nach Absprache mit der Feuerwehr angeordnet. Den Hinweis auf eine solche Verfügung hatte der Verwalter schon im September 2017 erhalten – aber laut Sonnenberg ein Jahr lang nicht darauf reagiert.

Besucher früherer Silvesterfeiern sollen den Hinweis gegeben haben: „Achtung, da läuft was schief.“ Die Halle sei Silvester überfüllt. Bei langer Feier und sehr viel Alkohol drohe möglicherweise Gefahr.

Fluchtwege, so ist auch der Eindruck von FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke, seien teilweise durch Rollwagen zur Warenanlieferung versperrt. Sie zu „ertüchtigen“ und Silvester einen Ordnungsdienst einzusetzen, ist die Forderung der Stadt. Sie beruft sich auf die Versammlungsstättenverordnung.

Kritik zum baulichen Zustand

Im November habe der Verwalter mitgeteilt, er plane nicht, Anträge dazu zu stellen. Das sei aus seiner Sicht Sache der Standbetreiber, so Sonnenberg. „Das stimmt aber nicht.“ Darum habe die Verwaltung durchgreifen müssen – vor allem wegen der Sicherheit. Bei entsprechendem Konzept lasse man gern über mehr Einlassmöglichkeiten mit sich reden. „Dann üben wir den Ermessensspielraum aus.“

Markthallen-Verwalter Gerhard Schacht hat inzwischen einen Rechtsbeistand eingeschaltet. Die Betreibergesellschaft, so Wirtschafts-Fachsbereichsleiterin Kay de Cassan, habe nicht nur die bauliche Unterhaltung zu sichern, sondern auch einen vernünftigen Branchenmix. Der Erbbaurechtsvertrag endet erst Ende 2047. Forderungen (wie die der Linken), die Stadt solle wieder Betreiberin werden, stoßen also bis dahin ins Leere.

Zum baulichen Zustand kamen aus der Politik kritische Anmerkungen. Engelke stellte fest, der Zustand vieler Schultoiletten sei besser. „Und ich habe das Gefühl, in der Halle stehen mehr Stehtische als Verkaufsstände.“ Ein vernünftiger Branchenmix sehe anders aus.

Von Vera König

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