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Meine Stadt MHH und Leibniz Uni brauchen mehr Geld für Exzellenzstrategie
Hannover Meine Stadt MHH und Leibniz Uni brauchen mehr Geld für Exzellenzstrategie
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16:47 04.12.2018
Die Leibniz Universität im Welfenschloss. Quelle: Michael Wallmüller
Hannover

Es ist der Kampf um Top-Wissenschaftler, der Hannovers Universitäten derzeit bewegt. Um die Exzellenzstrategie voranzutreiben, benötigen Leibniz Universität (LUH) und Medizinische Hochschule (MHH) renommierte Professoren.

Doch so einfach ist das nicht. Grund: „Bayern und Nordrhein-Westfalen zahlen zum Teil bis zu 1000 Euro mehr“, weiß LUH-Präsident Volker Epping. Wenn man wirklich auf dem internationalen Markt einkaufen wolle, so müsse man bereit sein, mehr Geld auszugeben. Bisweilen käme es zwar vor, dass dem Uni-Präsidenten mehr Geld für eine Professur zur Verfügung gestellt werde als ursprünglich vorgesehen, in der Konsequenz bedeute dies aber, dass er „andere Professuren schlachten muss“. Deswegen forderte er bei der Anhörung im Wissenschaftsausschuss am Montag, dass das Land mehr Geld für die Universitäten bereitstellt. „Wenn wir exzellent sein wollen, geht das nur über Köpfe“, lautet sein Urteil. Ziel der MHH und LUH ist es, die Universitäten im internationalen Vergleich nach vorne zu bringen. Christopher Baum, MHH-Präsident, sagte: „Im Bereich der Exzellenzcluster sind wir ein Alleinstellungsmerkmal.“ LUH und MHH holten vier der Cluster nach Hannover. Dabei geht es um die Bereiche Technik, Naturwissenschaft und Medizin, die jährlich gesondert gefördert werden – mit bis zu drei bis zehn Millionen Euro.

Doch die Förderung hilft nur bedingt – vor allem, wenn es am Personal und dem baulichen Zustand hapert. „Der Staat hat die Infrastruktur über Jahrzehnte verrotten lassen“, sagte Epping. An den Hochschulen bestehe ein enormer Sanierungsbedarf. Einzelne Gebäudeteile mussten schon geschlossen werden.

Die Regierungsfraktionen SPD und CDU brachten einen Antrag ein, die Spitzenforschung weiter zu unterstützen. Ähnlich wie Baum und Epping geht es ihnen darum, die Hochschulen im internationalen Vergleich besser sichtbar zu machen. Ob es dafür am Ende mehr Geld gibt, ist derzeit noch offen.

Von Mandy Sarti

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