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Meine Stadt MHH-Neubau: Wirbel um fehlende Bahn-Anbindung
Hannover Meine Stadt MHH-Neubau: Wirbel um fehlende Bahn-Anbindung
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12:42 02.04.2019
Üstra-Haltestelle an der MHH. Quelle: Michael Wallmüller
Hannover

Für den Nahverkehr sei die Entscheidung für den Standort am Stadtfelddamm „ungünstig“, sagt Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region.

MHH-Präsident Michael Manns wünscht sich deshalb einen Stadtbahnanschluss für den Neubau. Bei der Vorstellung der neuen Pläne am Montag brachte er eine Anbindung aus nördlicher Richtung, von der Podbielskistraße aus, ins Spiel. „Die Bus-Anbindung ist nur eine kurzfristige Lösung“, sagte Manns.

Region will nicht für Stadtbahn zahlen

Allerdings will die Region nicht für eine neue MHH-Stadtbahn zahlen. Weil diese „nicht wirtschaftlich“ sei, werde es dafür auch keine Fördermittel von Bund und Land geben. Aus Sicht des Nahverkehrs sei die Standort-Variante an der Karl-Wiechert-Allee zu bevorzugen gewesen. Wenn Land und MHH sich aus anderen Gründen für den Stadtfelddamm entschieden, müssten sie auch selbst die Kosten eines Stadtbahnanschlusses des Neubaus tragen.

Anbindung kostet bis zu 100 Millionen

Experten schätzen, dass so eine Anbindung zwischen 50 und 100 Millionen Euro kosten würde. Planungen dafür gebe es noch nicht, sagt Franz. Man wolle aber „gemeinsam an Lösungen arbeiten“. Denkbar sei ein Abzweig einer vorhandenen Stadtbahnlinie. Ob man konkret in die Planung einsteigen werde, hänge davon ab, „ob Land und MHH die Finanzierung sicherstellen“, so Franz.

Auch BUND sieht Neubau kritisch

Die Entscheidung für einen MHH-Neubau am Stadtfelddamm wird vom Naturschutzbund BUND kritisch bewertet. „Hannover ist schon jetzt eine der am stärksten versiegelten Städte in Deutschland“, sagt BUND-Geschäftsführerin Sabine Littkemann. Durch den Neubau der Klinik gingen nun „weitere zehn Hektar wertvolle Freifläche verloren“, kritisiert sie.

Notwendig gewesen sei das nicht. Der BUND hatte sich für den Standort an der Karl-Wiechert-Allee stark gemacht. Diese Variante hätte den Neubau auf Flächen vorgesehen, die schon als Parkplatz benutzt werden. Am Stadtfelddamm hingegen sind vor allem Kleingärten betroffen.

Wertvolle Grünflächen gehen verloren

MHH und die Landesregierung hatten ihre Entscheidung unter anderem damit begründet, dass sich dort der Neubau schneller realisieren lasse. Das jedoch dürfe „kein Kriterium sein“, fordert Littkemann. Am Stadtfelddamm würden „bedenkenlos wertvolle Grünflächen geopfert und das, obwohl ein Alternativstandort vorhanden ist“, kritisiert die BUND-Geschäftsführerin.

Von Christian Bohnenkamp und Mandy Sarti

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