Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Das sind die teuersten Wohnungen Hannovers
Hannover Meine Stadt Das sind die teuersten Wohnungen Hannovers
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 07.06.2019
Thema Luxuswohnungen Charlottes Garten BPD, Hannover Quelle: BPD
Hannover

Wohnen wird zum Luxus: Schon seit ein paar Jahren steigen die Kosten für Immobilien rasant. Quadratmeterpreise von rund 7000 Euro sind inzwischen längst keine Seltenheit mehr. Doch auch dafür gibt es scheinbar Interessenten. Die NP hat sich auf dem Wohnungsmarkt umgeschaut und zeigt die teuersten Wohnungen der Stadt.

Kleefeld gehört zum teuren Pflaster

Zwei Millionen Euro müssen Interessenten für eine „Exklusive Eigentumswohnung“ in der Schopenhauer Straße (Hannover-Kleefeld) hinblättern. Laut Anzeige der Bode Immobilien eine Wohnung mit „direkter Lage an der Eilenriede“. Für den stolzen Preis bekommt der Käufer dann auch 250 Quadratmeter Wohnfläche, verteilt auf fünf Zimmer, inklusive einem 2100 Quadratmeter großen Grundstück mit Gartenanlage und zwei Tiefgaragen-Stellplätzen. Das rechtfertige auch den Spitzenpreis von rund 8000 Euro pro Quadratmeter, so Geschäftsführer Gerhard Bode auf NP-Nachfrage. Für solch hochpreisige Wohnungen gebe es durchaus einen Markt. Er kritisiert aber auch, dass sich an den steigenden Mieten nichts ändere, so lange die Nullzinspolitik gefahren werde. „Das ist doch inflationär ohne Ende“, macht der Immobilienmakler deutlich.

Begehrte Lage: Luxus-Wohnungen an der Eilenriede. Quelle: Gerhard Bode Immobilien

„Charlottes Garten“ in der ehemaligen Landesfauenklinik

Nur minimal günstiger wird es in der Nordstadt. Bis zu 7404 Euro pro Quadratmeter müssen Interessenten für eine Wohnung in der ehemaligen Landesfrauenklinik bezahlen. Das Hamburger Unternehmen BPD Immobilienentwicklung baut dort im Rahmen des Projektes „Charlottes Garten“ 137 Eigentumswohnungen und 27 geförderte Mietwohnungen. Neben einem Neubau wird der denkmalgeschützte Altbau umgebaut. „Die Sanierung des Altbaus erfordert besondere Maßnahmen“, so Unternehmenssprecherin Carolin Höfner. Dazu zähle eine aufwendige Aufarbeitung der Fassade und die Rekonstruktion des alten Erkers. Zudem kommen Denkmalauflagen hinzu, aus denen sich der hohe Quadratmeterpreis ergibt. Rund 517 000 Euro werden dann für eine knapp 70 Quadratmeter große Wohnung fällig. Der Kaufpreis einer rund 188 Quadratmeter großen Penthouse-Wohnung mit Dachterrasse liegt bei 1 025 000 Millionen Euro. Das Interesse an den Wohnungen sei unter vielen Hannoveranern sowohl als Kapitalanlage als auch als Eigentum groß, so die Sprecherin. Grund dafür sei unter anderem der persönliche Bezug. So haben zum Beispiel zwei Brüder, die in der Landesfrauenklinik geboren wurden, ein Haus mit 14 Einheiten und insgesamt 1150 Quadratmetern Wohnfläche gekauft. Die Fertigstellung aller fünf Häuser ist für frühestens Ende 2021 geplant.

Hübsch: Penthouse in „Charlottes Garten“. Quelle: BPD

Stellplatz für rund 30 000 Euro

Eine „kinderfreundliche Gartenwohnung“ gibt es für 959 000 Euro in der Kaiser-Wilhelm-Straße im Stadtteil Kirchrode. Die 130 Quadratmeter gibt es also umgerechnet für 7376 pro Quadratmeter, der Stellplatz kostet 30 000 Euro extra. Laut Anzeige der Immobilien von Behr gehört zu der Wohnung ein „charmanter Garten, der sich um die komplette Wohnung erstreckt“.

„Neue Südhöfe“ sind begehrt

Etwas günstiger wird es in der Südstadt. Zwischen der Tiestestraße und der Großen Düwelstraße entstehen derzeit die „Neuen Südhöfe“ mit 54 Eigentumswohnungen. Im Angebot ist zum Beispiel eine rund 215 Quadratmeter große Wohnung für etwa 1,2 Millionen Euro (rund 5500 Euro pro Quadratmeter), für schlappe 32 000 Euro gibt es den Stellplatz oben drauf. Die „hochwertige Penthouse-Wohnung“ im dritten Obergeschoss hat nach Aussage des Bauherrn Jan-Michael Schmid eine Dachterrasse. Rund 599 000 Euro müssen für 105 Quadratmeter im Dachgeschoss bezahlt werden. Alle Wohnungen verfügen unter anderem über eine Fußbodenheizung, Parkett, einen Fahrstuhl und eine Tiefgarage. Die Fertigstellung ist für das dritte Quartal geplant. Schmid rechtfertigt den Preis mit der „guten Lage und der Austattung, sowie den gestiegenen Baukosten“. Das Interesse an den Wohnungen sei groß. „Wir haben nur noch zehn Wohnungen im Verkauf, alle anderen sind bereits weg“, so Schmid. Er rechnet für die kommenden Jahre „nicht mit einem derartigen Fall der Preise“. Wenn dann werde es nur einen leichten Dämpfer geben.

Schöne Aussichten in Hannover – aber kostspielig. Quelle: Engel & Völkers Hannover

Besondere Ausstattung hat ihren Preis

Für knapp über 5000 Euro pro Quadratmeter bekommen Wohnungssuchende ein Penthouse in Kirchrode. Für die 1 586 000 Millionen Euro bietet das Immobilienunternehmen Engel & Völkers 319 Quadratmeter Wohnfläche, eine Dachterrasse und zwei Garagen. Ein Aufzug und die Fußbodenheizung sind nur einige der Vorzüge. Für die kommenden Jahre geht Florian Freytag-Gross, Geschäftsführer von Engel & Völkers Hannover von „einem weiteren Aufwärtstrend“ bei den Immobilienpreisen aus.

Nicht jeder Preis wird bezahlt

Aber gibt es für diese hochpreisigen Wohnungen auch einen Markt? „Durchaus gibt es den“, meint Maria del Carmen Weber, Mitglied im Immobilienverband und Inhaberin der Weber & Surmann Immobilien. „Es gibt Leute, die bis zu 1 Millionen Euro für 150 bis 200 Quadratmeter bezahlen“, sagt Weber. Allerdings sei das nur ein sehr kleiner Markt. Zudem würden für 4000 bis 5000 Euro pro Quadratmeter auch gewisse Zusätze, wie ein Aufzug, Klimageräte und Parkplätze erwartet werden. Anders sei das bei 2800 bis 3200 Euro pro Quadratmeter. „In dieser Preisklasse ist der Markt größer.“

Neue Südhöfe: Für 215 Quadratmeter sind 1,2 Millionen fällig. Stellplatz kostet extra. Quelle: ASP

Zu den teuersten Stadtteilen würden, wie bereits vor einigen Jahren, vor allem die Stadtteile Oststadt, List, Südstadt, Herrenhausen und das Zooviertel gehören. „Aber auch Linden, die Calenberger Neustadt und die Nordstadt sind mittlerweile dazu gekommen“, so Weber. Daneben würden sich auch Vahrenwald und Döhren entwickeln. Dennoch werde nicht jeder Preis bezahlt. „Es sieht Grenzen gesetzt. Man merkt, dass der Markt stagniert.“ Weber plädiert stattdessen für mehr bezahlbaren Wohnraum. Es müsse eine Mischung aus Luxuswohnungen und mehr bezahlbarem Wohnraum geben.

Lesen Sie auch: Steigende Mieten treiben Hannoveraner in die Schulden

Von Cecelia Spohn

Der Tui-Konzern wollte mit einer der modernsten Flugzeugflotten Europas glänzen. Doch dann machte ein Flugverbot für Boeings neuen Mittelstreckenjet diese Pläne zunächst zunichte. Konkrete Zeitpläne stehen auch bisher nicht fest - das macht die Planungen schwierig.

04.06.2019

Viele Schulen müssen dringend saniert werden. Als Träger rechnet allein die Region in ihren Einrichtungen bis 2030 mit einem Investitionsvolumen von rund 371 Millionen Euro.

04.06.2019

Davon können sich andere Länder mal eine Scheibe abschneiden. Am Montag wurden niedersächsische Lebensmittelhersteller mit dem Label „Kulinarischer Botschafter“ ausgezeichnet. Da war für jeden Geschmack etwas dabei – ob saftiges Gersterbrot, feiner Gin oder Nougat-Eis.

03.06.2019