Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Leinehertz: Region will den Sender retten
Hannover Meine Stadt Leinehertz: Region will den Sender retten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:01 26.03.2019
Rettung für Leinehertz: Die Region ist bereit, die Schulden des Senders zu begleichen, um den Entzug der Lizenz abzuwenden. Quelle: Philipp von Ditfurth
Anzeige
Hannover

Das Aus für Radio Leinehertz schien mit dem angekündigten Entzug der Lizenz eigentlich schon besiegelt. Jetzt keimt Hoffnung auf, dass das einzige Privatradio Hannovers doch weitersenden darf. Als Retter in der Not springt offenbar die Region ein. Nach NP-Informationen will sie unter anderem den fünfstelligen Schuldenberg bei der Landesmedienanstalt begleichen, um das Abschalten des mittlerweile insolventen Senders abzuwenden.

Weil Leinehertz die korrekte Verwendung öffentlicher Gelder über mehrere Jahre nicht nachweisen konnte, hatte die Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) Ende vergangener Woche überraschend den kurzfristigen Lizenzentzug des Senders angekündigt. Im nichtöffentlichen Regionsausschuss kam das Thema am Dienstag auf den Tisch. Als Gesellschafter der 106.5 Radiogesellschaft gGmbH hat die Region laut Präsident Hauke Jagau „ein hohes Interesse, dass Radio Leinehertz erhalten bleibt“ und will in Sachen Rettung jetzt offenbar schnell Nägel mit Köpfen machen. „Wir sind im engen Kontakt mit den anderen Gesellschaftern und prüfen, welche Möglichkeiten es gibt, den Sender zu erhalten. Selbstverständlich suchen wir auch das Gespräch mit der Landesmedienanstalt“, so Jagau weiter.

Anzeige

Fördergelder müssten zurückgezahlt werden

Nach NP-Informationen wurde der Rettungsplan aber schon deutlich konkreter diskutiert. Um den Lizenzentzug abzuwenden, müssten zunächst Fördergelder in Höhe von circa 36.000 Euro zurückgezahlt werden. Die Summe, deren Verwendung der Sender wegen fehlender Belege nicht nachweisen konnte. Gespräche dazu laufen und sollen möglichst schnell abgeschlossen werden. Die Zeit drängt, spätestens am 31. März sollen bei Leinehertz die Lichter ausgehen. Bis dahin müsste die Region dem NLM eine Zusage machen, für die Schulden des Senders aufzukommen. Die formell nötige Zustimmung der Regionsversammlung könnte dann auch nachträglich eingeholt werden.

Neuanfang mit neuer Geschäftsführung?

Ob Leinehertz dann unter der bisherigen Leitung auf Sendung bleibt, ist allerdings unwahrscheinlich. Nach NP-Informationen soll die Zusage der Region mit der Forderung verknüpft sein, dass Geschäftsführer Udo Hetmeier abgelöst wird.

Von André Pichiri