Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Lasermaschinenbauer LPKF halbiert Vorstand
Hannover Meine Stadt Lasermaschinenbauer LPKF halbiert Vorstand
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:46 30.04.2018
ABGÄNGE: Technikvorstand Bernd Lage (Bild) und sein Vorstandskollege Christian Bieniek  verlassen das Unternehmen.
ABGÄNGE: Technikvorstand Bernd Lage (Bild) und sein Vorstandskollege Christian Bieniek verlassen das Unternehmen. Quelle: Fotos: LPKF
Anzeige
Garbsen

 Überraschender Akt beim Maschinenhersteller LPKF Laser & Electronics AG: Das börsennotierte Unternehmen aus Garbsen will seinen Vorstand halbieren. Technikchef Bernd Lange und Betriebsablaufchef Christian Bieniek werden demnach noch im Laufe des Jahres das Unternehmen verlassen, heiß es am Freitag in einer Pflichtmitteilung.

Aufsichtsrat und Vorstand seien zu der Überzeugung gelangt, dass ein vier Köpfe zählender Vorstand für das noch immer auf Sanierungs- und Konsolidierungskurs steuernde Unternehmen zu groß sei, darauf hätten Bieniek und Lange ihren Abschied angeboten – indem sie darauf verzichten, ihre Anstellungsverträge zu verlängern. Wie jüngst berichtet, ist auch geplant, den Aufsichtsrat um einen Kopf auf ein Dreier-Gremium zu verkleinern.

Lange ist seit dem Jahr 2000 bei LPKF und seit 2004 im Vorstand. Er ist derjenige, der als Verantwortlicher für Forschung, Entwicklung und Innovation das Unternehmen in den vergangenen Jahren sehr geprägt hat, wie es Firmensprecherin Bettina Schäfer formulierte. Bieniek ist seit 2012 dabei, kam direkt in den Vorstand und ist verantwortlich für Leitung, Steuerung und Organisation der Betriebsprozesse.

Künftig wird das Unternehmen von Götz Bendel (tritt sein Amt am 1. Mai an, bringt technischen Sachverstand mit) und Finanzvorstand Kai Bentz geführt. Der Vorstand wurde in der bisher erfolgreichsten Phase von LPKF auf vierMitglieder erweitert. 2013 war dann mit einem Umsatz von 130 Millionen Euro und 752 Mitarbeitern das erfolgreichste Jahr der Firmengeschichte. Seit gut zwei Jahren ist das Unternehmen auf Sanierungskurs, machte mehrfach Verlust, erzielte vergangenes Jahr 102 Millionen Euro Umsatz und zählte zuletzt noch 676 Beschäftigte.

Von Ralph Hübner