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Meine Stadt Kelich will Satire-Award der „Partei“ annehmen
Hannover Meine Stadt Kelich will Satire-Award der „Partei“ annehmen
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15:00 27.01.2019
SPD-Baupolitiker Lars Kelich will den Preis der Partei annehmen.
SPD-Baupolitiker Lars Kelich will den Preis der Partei annehmen. Quelle: Christian Behrens
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SPD-Ratsherr Lars Kelich wird den Preis der Partei „Die Partei“ annehmen. Die Satire-Partei zeichnete den Baupolitiker bei ihrem Neujahrsempfang am vergangenen Sonnabend in Linden als „lustigsten Ratspolitiker“ des vergangenen Jahres mit einem Satire-Award aus. Weil Kelich selbst einen wichtigen privaten Termin hatte, konnte er nicht zum Empfang kommen und die Auszeichnung der Partei somit auch nicht persönlich entgegennehmen. Partei-Multifunktionär Julian Klippert versprach aber, Kelich den Pokal – eine riesige „Facepalm“-Hand – bei der nächsten Ratssitzung zu überreichen. „Facepalm“ ist ein Ausdruck aus dem Internetjargon für eine Hand, die voller Fremdscham vor die Augen gehalten wird.

Kelich freut sich über Satire-Award

Als Kelich von der Auszeichnung erfuhr, habe er lachen müssen. „Ich freue mich darüber, von der Satire-Partei einen Satire-Award bekommen zu haben“, sagt Kelich. Die Partei hatte den SPD-Politiker als „besten baupolitischen Sprecher aller Zeiten“ bezeichnet und seine „Realsatire“ gewürdigt. Kelichs Äußerungen passten nicht zum schlechten Zustand des Baudezernarts, begründete Klippert. Kelich hat in diesem Punkt aber eine andere Einschätzung. „Als Oppositionspartei haben sie da offenbar einen anderen Blick drauf. Ich stelle mich vor die Mitarbeiter der Bauverwaltung, die gerade dabei sind, diverse Maßnahmen umzusetzen.“

Partei-Multifunktionär Julian Klippert will Kelich den Preis demnächst überreichen. Quelle: Christian Behrens

Den Preis werde er jedoch mit Freude entgegennehmen. „Als Politiker sollte man sich selbst nicht zu ernst nehmen“, meint Kelich. Deswegen käme für ihn nicht in Frage, die Auszeichnung abzulehnen. Einen Platz im Regal hat er für Award noch nicht. „Aber ich habe jetzt ein paar Tage Zeit, mir Gedanken zu machen.“

Von Sascha Priesemann