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Meine Stadt Land verstärkt Jagd auf Raser
Hannover Meine Stadt Land verstärkt Jagd auf Raser
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13:20 02.09.2014
Von Heiko Randermann
In Österreich gibt es Section Control bereits. Quelle: Helmut Fohringer
Hannover

Zum Starenkasten kommt das Streckenradar: Als erstes Bundesland will Niedersachsen ein System testen, das Fahrzeuggeschwindigkeiten nicht an einem Punkt, sondern in Abschnitten misst - die sogenannte „Section Control“.

Bei diesem Streckenradar wird jeder Wagen zweimal fotografiert: einmal am Anfang und einmal am Ende eines festgelegten Abschnitts. Aus Zeit und Strecke wird die Durchschnittsgeschwindigkeit des Wagens ermittelt. Liegt sie im vorgeschriebenen Tempolimit, werden die Daten sofort gelöscht. Liegt sie aber darüber, wird der Wagen von einer dritten Kamera noch einmal geblitzt - und der Halter bekommt einen Strafzettel zugeschickt.

In Österreich und den Niederlanden werde das System bereits mit Erfolg eingesetzt, sagt Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD). „Die Abschnittskontrolle wird als gerechter und fairer empfunden, weil die Geschwindigkeit nicht nur an einem Punkt gemessen wird“, ist sich der Minister sicher. Außerdem werde „Section Control“ für jeden Fahrer mit großen Hinweisschildern angekündigt.

Niedersachsen will das System zunächst 18 Monate an einer Bundes- oder Landstraße außerorts testen. Bis Ende September soll die Strecke gefunden werden, ein möglicher Kandidat ist aber laut Pistorius die B 6 südlich von Hannover. Auf den acht Kilometern zwischen Laatzen und Sarstedt gebe es jedes Jahr um die 60 Unfälle, oftmals mit Schwerverletzten. „Im Wesentlichen mit nur einer Unfallursache: Raserei“, so der Minister.

Am 18. und 19. September soll es außerdem wieder einen bundesweiten Blitzmarathon geben. Darüber hinaus lässt Pistorius derzeit prüfen, ob es gesetzlich möglich ist, Rasern im Baustellenbereich das doppelte Bußgeld aufzubrummen. Eine Idee, die Pistorius aus seinem Florida-Urlaub mitgebracht hat - dort gibt es die Regelung schon.

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