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Meine Stadt Kupferrotes Himmelsspektakel - Hannover bewölkt
Hannover Meine Stadt Kupferrotes Himmelsspektakel - Hannover bewölkt
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17:13 28.07.2018
Mondfinsternis: Am Ende zeigt sich der Blutmond doch noch.
Mondfinsternis: Am Ende zeigt sich der Blutmond doch noch. Quelle: Dröse
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Hannover

Es sollte ein astronomisches Schauspiel werden, wie es nur selten zu sehen ist: Freitagabend sollte sich der Mond kupferrot färben. Leider blieb er in der Region Hannover meist hinter den Wolken verborgen. In Fachkreisen wird dabei auch von einer totalen Mondfinsternis gesprochen. Mit 103 Minuten war es die längste des Jahrhunderts.

In ganz Deutschland luden Sternwarten, Planetarien und Forschungsinstitute zum Beobachten ein. Auch die Hannoveraner ließen sich das Spektakel nicht entgehen. Bei Temperaturen knapp unter 30 Grad machten es sich viele Astro-Fans auf dem Kronsberg, auf dem Kaliberg und auf der Volkssternwarte auf dem Lindener Berg gemütlich und schauten in südöstliche Richtung gen Himmel.

Die Sternwarte öffnete ihre Türen um 21 Uhr für rund 500 Besucher. Dominik Wehrmann (16) aus Langenhagen hatte das Fernglas seines Vaters mitgebracht: „Leider sieht man noch nicht so viel. Ich hoffe, dass kommt noch. Es ist ja schließlich ein einmaliges Erlebnis.“

Menschen aus der Region Hannover kommen zusammen, um das seltene Mondphänomen am Himmel zu beobachten.

Etwa acht Amateurastronomen standen für Fragen der Besucher zur Verfügung. So auch Robert Schumann. Zu Beginn des Spektakels war noch nicht viel zu sehen: „Entweder ist der Mond zu tief oder es ist zu bewölkt, sagte der 25-Jährige. Immerhin konnte Annika von Malottke die Venus sehen: „Ich habe den leuchtenden Planeten gesehen, das war sehr interessant.“, Tochter Emily (10) sah das ähnlich: „.Das war ganz hell.“ Aber die 10-Jährige wollte noch mehr: „Ich hoffe, dass ich den Blutmond noch sehe.“

Malte Haupt versuchte sein Glück auf dem Kronsberg. „Ich bin sehr enttäuscht. Ich hätte mir den Mond strahlender und rötlicher vorgestellt“, sagte der Hannoveraner.

Aber wie entsteht eigentlich eine totale Mondfinsternis? Dazu kommt es nur bei Vollmond, wenn Sonne, Erde und Mond auf einer Linie liegen. Zu der Färbung kommt es durch das gebrochene rote Sonnenlicht, das in der Erdatmosphäre gestreut wird und auf den Mond fällt. Es wird dabei auch von einem Blutmond gesprochen.

Das Besondere an dieser Mondfinsternis? „Zeitgleich ist der Mars der Erde besonders nahe. Diese Opposition gab es das letzte Mal 2003. Dass beides auf einen Tag fällt, ist ein erstaunlicher Zufall“, sagte Schumann.

Von Cecelia Spohn