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Meine Stadt Hannover will Budget nicht deckeln
Hannover Meine Stadt Hannover will Budget nicht deckeln
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00:22 24.09.2018
Guten Tag: Kulturmanager Oeds Westerhof hat sich am Freitag dem Kulturausschuss der Stadt vorgestellt. Quelle: Franson
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HANNOVER

Am Donnerstag stellte die Stadt das „Team Hannover“ vor, das die Bewerbung um die Kulturhauptstadt 2025 umsetzen soll, am Freitag tat dies der strategische Berater der Unternehmung, Oeds Westerhof, im Kulturausschuss – und wurde sogar mit Applaus der Politiker begrüßt.

Erst das Team, dann der Kulturmanager aus Holland: Die Bewerbungsphase nimmt in Hannover deutlich an Fahrt auf – und damit einher geht auch die Erwartung, mehr Inhaltliches geliefert zu bekommen als bislang nur das Motto „Nachbarschaft“. Doch Westerhof, der mit seinem Team in diesem Jahr den Titel nach Leeuwarden, Niederlande, geholt hatte, mahnte erst einmal vor zu viel Erwartungen nach Inhaltlichem.

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„Sympathie und Glaubwürdigkeit sind wichtige Kriterien bei der Jury. Die Kunst ist es, das Bid Book so zu organisieren, dass neben kulturpolitischen Inhalten auch diese Faktoren eingebunden sind“, sagte der Kulturmanager. Hannover habe eine langzeitliche Strategie bis 2030 entwickelt, das sei schon mal von Vorteil. „Darüber hinaus müssen wir deutlich machen, welche Rolle Hannover in Europa spielt und welche Beiträge Hannover an Europa liefert.“ Und man müsse die Bevölkerung mitnehmen, neben wichtigen Leuten der Stadtgesellschaft.

„Die ersten Schritte sind positiv, jetzt müssen wir uns an die Sache machen“, so Westerhof. Gute Ideen für die ausgearbeiteten Themen wolle man bis Dezember liefern, das Kunstprogramm dann im Januar. Im September 2019 gibt die Stadt dann ihr Bid Book ab.

Vor den Ausführungen Westerhofs hatte sich der Kulturausschuss gegen eine Deckelung des Budgets für die Bewerbung ausgesprochen, wie es „Die Hannoveraner“ in einem Antrag gefordert hatten – auf rund 40 Millionen Euro. Man dürfe das „Team Hannover“, das gerade an den Start geschickt wurde, nicht mit Gewichten belasten und es dann loslaufen lassen, fasste Grünen-Kulturexperte Daniel Gardemin die einhellige Meinung der übrigen Ausschuss-Mitglieder zusammen.

Von Andreas Voigt