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Meine Stadt Krank und abgemagert: Tierheim möchte Straßenhund Keeva helfen
Hannover Meine Stadt Krank und abgemagert: Tierheim möchte Straßenhund Keeva helfen
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20:03 08.11.2019
Die Hündin Keeva ist in Sehnde gefunden worden. Nun wird sie im Tierheim Burgdorf behandelt. Die Chancen auf eine Heilung sind nicht schlecht. Quelle: Tierheim Burgdorf
Hannover

Zerfressenes Fell, entzündete Augen – Keeva sieht aus wie ein zerfetztes Kuscheltier. Doch sie ist nicht aus Plüsch, sondern eine echte Hündin. Völlig abgemagert haben Mitarbeiter des Tierheims Burgdorf sie am Dienstag bei der Tierärztlichen Hochschule (Tiho) abgeholt. „Als wir die kleine Maus im Empfang nahmen, blieb uns der Atem stehen“, schreibt das Tierheim auf seiner Facebook-Seite.

Nun soll die Leidenszeit von Keeva (alt-irisch für Schönheit) ein Ende haben. Sie wird im Tierheim behandelt, muss wohl auch operiert werden. Die Aussichten auf Heilung seien aber nicht schlecht, sagt Regina Ethner. Die Vorsitzende des Trägervereins hat die Patenschaft für Keeva übernommen. „Klar ist aber, das sie nie wieder dieselbe Hündin sein wird“, sagt Ethner. Weil die Behandlung teuer ist, bittet das Tierheim um Spenden.

Beide Augen von Keeva sind entzündet, das linke sogar komplett zugeschwollen. Quelle: Tierheim Burgdorf

Viel wissen deren Mitarbeiter noch nicht über das Tier. Der Chip an der Hündin hat den Mitarbeitern verraten, dass Keeva ursprünglich aus Bulgarien kommt. Das Tier ist Anfang der Woche in Sehnde gefunden worden. Die Polizei hatte die Feuerwehr zur Verstärkung gerufen, weil die Hündin stark roch. Diese brachte sie dann in die Tiho, die am Dienstag wiederum das Tierheim anrief. Da die Hündin sehr abgemagert war, vermutet Ethner, dass sie bereits länger auf der Straße gelebt hat.

Keeva ist in Quarantäne

Zwei Milbenarten haben das Fell von Keeva zerfressen. Zudem leidet sie unter einer Pilzinfektion. Wirklich schlimm sehen die Augen aus. Ihr linkes ist zugeschwollen. Dieses müsse operiert werden, sagt Ethner. Denn sonst werde die Hornhaut dauerhaft gereizt.

„Sie ist eine sehr nette Hündin“, sagt Ethner. Derzeit lebe sie in Quarantäne. Zwei Wochen dürfe sie mit keinem anderen Hund in Kontakt kommen. Weil sie so erschöpft sei, schlafe sie ständig ein.

Warum Keeva offenbar ausgesetzt wurde, ist derzeit nicht bekannt. Oft sei es aber so, dass Menschen sich über das Internet einen Hund bestellt haben, berichtet Ethner. Wenn dann der Tiertransport mit dem Vierbeiner komme, stellten die neuen Besitzer fest, dass das Tier anders als angegeben doch nicht gesund ist. „Dann ist das Erwachen groß“, sagt Ethner.

Hier können Sie spenden

Spenden sollen an den Tierschutzbund, Ortsverein Hannover gerichtet werden. Die IBAN des Volksbank-Kontos lautet DE78 2519 0001 0726 6669 00. Als Verwendungszweck soll „Keeva“ angegeben werden.

Lesen Sie auch: Tierheim in Langenhagen – „Wir können nicht jedem einen Hund geben.“

Von Sascha Priesemann

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