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Meine Stadt Kontrolle: Pole fährt seit zwölf Jahren illegal in Deutschland
Hannover Meine Stadt Kontrolle: Pole fährt seit zwölf Jahren illegal in Deutschland
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16:59 15.04.2019
Quelle: Heidrich
Hannover

Dieses Mal ging es schief: Bei einer Kontrolle von Autobahnpolizei und Zoll ist den Beamten am Montagvormittag auf der A2 ein Mann (34)ins Netz gegangen, der seit zwölf Jahren in Deutschland gar kein Auto mehr fahren darf. Und schon gar keinen Transporter – und auch nicht mit kaputten Reifen und unter Drogeneinfluss.

Der Sprinter wurde also angehalten, aufgrund des Zustandes des Fahrers führte die Polizisten am Parkplatz Varrelheide (Höhe Bothfeld) einen Schnelltest auf Drogen durch – der dann auch positiv ausfiel. Ein Loch im Reifen des Sprinters wurde ausgemacht. Und: Der Pole hat seit 2007 keine Fahrerlaubnis für Deutschland, sie wurde in dem Jahr ungültig gemacht. Die erste „Strafe“ folgte auf dem Fuß: 500 Euro Sicherheitsleistung wollte ihm die Polizei abnehmen, 200 Euro hatte er aber nur dabei.

Zoll und Autobahnpolizei Hannover kontrollieren Transporter auf der A2

Der 34-Jährige war aber nicht der einzige, den Polizei und Zöllner fassten. Denn die kontrollierenden Beamten waren gleich an mehreren Orten entlang der A2, der Schnellwege und der Bundesstraße 443 unterwegs. Insgesamt 92 Sprinter wurden angehalten, neben dem Polen wurde ein weiterer Mann (28) unter Drogeneinfluss erwischt und ein weiterer ohne Führerschein. Zusätzlich wurden 20 Verstöße gegen das „Fahrpersonalrecht“ und acht Verkehrsverstöße wie das Fahren über rote Ampeln von den Polizeibeamten geahndet.

Die sechs Kollegen von der Bundespolizei warfen ihren Fokus auf Delikte wie Schwarzarbeit vor allem in der Paket- und Zustellerbranche. Allein auf dem Parkplatz Varrelheide wurden 30 Personen überprüft, „zwei von ihnen, Aserbaidschaner, konnten keine Arbeitsgenehmigung vorweisen“, so Sprecher Oliver Keuck. Geprüft würden weitere zehn Fälle, in denen es um die Einhaltung von Meldepflichten und Mindestlöhnen gehe.

Vorläufige Bilanz der Polizei: „Vor dem Hintergrund der hohen Anzahl an festgestellten Verstößen sowie des stetig steigenden Pakettransportgewerbes werden wir auch zukünftig solche umfangreichen Kontrollaktionen durchführen“, so Sprecher Mirco Nowak.

Von Petra Rückerl

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