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Meine Stadt Kommentar: Zeit für einen Neuanfang im Rathaus
Hannover Meine Stadt Kommentar: Zeit für einen Neuanfang im Rathaus
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13:06 30.04.2019
NP-Chefredakteur kommentiert den Rückzug von Stefan Schostok. Quelle: Moritz Frankenberg / Nancy Heusel / RND-Montage
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Hannover

Die Ära Schostok quält sich über die letzten Runden.

Und am Ende wird diese Ära immer und unvermeidlich mit dem Begriff Rathausaffäre verbunden sein. Welche juristische Schuld Stefan Schostok auf sich geladen hat, muss das Gericht entscheiden. Dass der Oberbürgermeister mit seiner Amtsführung die Stadt Hannover und seine Partei belastet hat, steht bereits jetzt außer Frage.

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SPD könnte einen Weil gebrauchen

Vor allem die SPD ist unter Druck. Hannover war immer die Genossen-Stadt. Seit 73 Jahren sind Sozialdemokraten ununterbrochen an der Macht. 34 Jahre lang lenkte allein Herbert Schmalstieg die Geschicke im Rathaus. Und nun läuft die SPD bei der OB-Neuwahl Gefahr, zum ersten Mal die Regierungsmehrheit zu verlieren. Mit dem Kandidaten Schostok hatte es schon nur noch zu einem Ampelbündnis gereicht. Nach der Rathausaffäre dürfte das Urteil der Wähler erheblich deutlicher ausfallen. Und fällt Hannover, so fürchten viele in Niedersachsens SPD, dann fällt das ganze Land.

Entsprechend kritisch beobachtet Ministerpräsident Stephan Weil die Entwicklung in jenem Rathaus, in dem er einst so souverän regierte. Einen wie Weil, den könnten sie jetzt brauchen bei der SPD: Gelernter Jurist und trotzdem nah an den Menschen, durchsetzungsfähig, kompetent und dennoch volksnah. Ein Politiker mit ausgewiesenen Managementqualitäten. So einer gehört wieder in Hannovers Rathaus.

Hannovers Rathaus braucht starke Persönlichkeit

Leider ist vorerst kein Kandidat dieses Kalibers in Sicht. Bei der SPD nicht, bei der CDU nicht. Und auch nicht bei den Grünen. Aber braucht es bei der OB-Suche eigentlich unbedingt eine Partei? Viel wichtiger wäre doch, dass eine starke Persönlichkeit gefunden wird. Eine starke Frau oder ein starker Mann. Die 11.000 Mitarbeiter der Verwaltung hätten es verdient. Und Hannover auch.

Weiterlesen: Stefan Schostok tritt zurück

Mehr zum Thema: Hier lesen Sie die Erklärung von Stefan Schostok im Wortlaut

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Von Bodo Krüger