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Meine Stadt Kommentar: Luxuswohnen an der Leine ist kein Skandal
Hannover Meine Stadt Kommentar: Luxuswohnen an der Leine ist kein Skandal
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22:38 21.03.2018
So sehen die neuen Wohnungen aus.
So sehen die neuen Wohnungen aus.
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Hannover

17 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter für schickes Wohnen am Hohen Ufer: Jetzt mischt ausgerechnet die städtische Wohnungsgesellschaft Hanova mit im Luxussegment. Ein Skandal? Auf den ersten Blick vielleicht. Auf den zweiten keineswegs.

Denn dass sich ausgerechnet das kommunale Unternehmen an dieser Stelle engagiert, hat einen wichtigen Grund: Der Standort ist zwar attraktiv, aber auch kompliziert. Die Hanova soll Stabilität bringen und dafür sorgen, dass auch in fünfzehn Jahren in dem Neubau am Marstall kein Edelbordell entsteht. Und wenn es Menschen gibt, die bereit sind, für Leineblick, Top- Ausstattung und Innenstadtlage solch hohe Mietpreise zu bezahlen, dann sollte die Hanova diese auch verlangen.

Sie muss sich dafür nicht schämen, weil sie wie keine andere Wohnungsgesellschaft in Hannover viele andere Wohnungen mit günstigen Mieten im Angebot hat.
Der Skandal ist nicht, dass es Wohnungen gibt, die 17 Euro pro Quadratmeter kosten, sondern dass Neubauwohnungen wegen der Baukosten in Hannover gar nicht mehr unter zwölf Euro pro Quadratmeter vermietet werden können.

Das ist selbst für viele Normalverdiener unbezahlbar. Es ist Aufgabe der Politik, die Rahmenbedingungen und Fördermittel so zu gestalten, dass sich dieser Trend nicht fortsetzt. Sonst wird Wohnen in Hannover tatsächlich irgendwann zum Luxus.