Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Klinikum-Azubis streiken für Geld und Urlaub
Hannover Meine Stadt Klinikum-Azubis streiken für Geld und Urlaub
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 25.03.2018
WER NICHT HÜPFT IST ARBEITGEBER: Auszubildende des Klinikums Region Hannover vor dem Siloah in Bewegung bei ihrer Streikkundgebung.
WER NICHT HÜPFT IST ARBEITGEBER: Auszubildende des Klinikums Region Hannover vor dem Siloah in Bewegung bei ihrer Streikkundgebung. Quelle: Foto: Wilde
Anzeige
HANNOVER

Im Tarifkonflikt im Öffentlichen Dienst ist gerade Verhandlungspause. Doch damit die Sache im Gespräch bleibt, bevor am 15. April weiter verhandelt wird, hält die Gewerkschaft Verdi immer mal wieder Warnstreiks ab. Am Donnerstag etwa waren die Auszubildenden des Klinikums der Region Hannover (KRH) zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Sie trafen sich am Morgen vor der Akademie des KRH nahe am Maschsee, marschierten dann zum Krankenhaus Siloah, wo sie ihre Abschlusskundgebung hatten. Rund 80 Azubis waren dem Gewerkschaftsruf gefolgt. „Wir haben das gleiche Ziel und wir brauchen diesen einen Tag Urlaub mehr“, sagte Tobias Uelschen, Verdi-Jugendsekretär mit Verweis auf die anderen Beschäftigten im Öffentlichen Dienst und einen besonderen Aspekt, den man – neben 100 Euro mehr Vergütung und Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis - für die Azubis fordert. „Wir sind die Zukunft!“, hieß es auf einem der Streik-Banner im Eingangsbereich des Siloah.

Gewerkschaftssekretärin Brigitte Horn sprach zur versammelten Jugend und sagte, dass im Koalitionsvertrag der Bundesregierung einiges drin stehe, was teils so etwas wie einen Durchbruch für manche Forderungen für Pflegekräfte bedeute – man werde der Regierung daher „genau auf die Finger gucken. Und wenn nichts passiert, stehen wir wieder auf der Straße!“

Laut Horn zählt das KRH über 600 Auszubildende – ein Großteil davon sei aber entweder derzeit in einem schulischen Block, bereite sich auf Prüfungen vor, helfe dem Stammpersonal, die belastende Situation durch die noch immer laufende Grippewelle zu bewältigen, „und einige müssen es erst noch lernen, was Arbeitskampf heißt und wofür das gut ist“. Zum KRH gehören zehn Kliniken, die Zahl der Mitarbeiter beträgt etwa 7500.

Von Ralph Hübner