Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Hannover: Wissenschaftler kritisieren Politik
Hannover Meine Stadt Hannover: Wissenschaftler kritisieren Politik
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:55 23.08.2019
Jens Clausen: Mitglied der „Scientists for Future“ in Hannover. Quelle: Foto: privat
Hannover

Die Jugendlichen der „Fridays for Future“-Bewegung sind nicht allein. Ihnen angeschlossen haben sich inzwischen unter anderem die „Parents for Future“, „Entrepreneurs for Future“ und die „Scientists for Future“. Einer von ihnen ist Jens Clausen. Der 61-Jährige ist Mitbegründer des Borderstep-Instituts für Innovation und Nachhaltigkeit in Hannover.

Jens Clausen ist Mitglied der „Scientists for Future“ in Hannover. Quelle: privat

Seit Herbst 2018 beobachtet Clausen die „Fridays for Future“-Bewegung intensiv. „Den Jugendlichen wird von Politikern häufig ihre Kompetenz abgesprochen.“ Das habe Wissenschaftler in Belgien und auch in Deutschland aufgerüttelt. „Im Februar kam es zu dem Vorstoß, eine mehrseitige Stellungnahme, die das Problem der Klimakrise beschreibt, zu erstellen“, so Clausen. Das Dokument mit der Unterzeile „Die Anliegen der demonstrierenden jungen Menschen sind berechtigt“ wurde mit 26.800 UnterschriftenMitte März in Berlin vorgestelltund war der Start der „Scientists for Future“-Bewegung. „Das Klimaproblem ist riesig, die Jugendlichen sollten nicht beleidigt werden, stattdessen sollte gemeinsam nach Lösungen gesucht werden“, betont Clausen. Schließlich würden die Probleme nicht nur auf der großen Bühne stattfinden, sondern direkt vor der Haustür.

„Es ist nicht klar, worum es geht“

Die Ortsgruppe Hannover der „Scientists for Future“ besteht inzwischen aus rund zwölf aktiven Wissenschaftlern und mehreren Dutzend Interessierten. die regelmäßig an den Freitags-Demonstrationen teilnehmen würden. So entstand auch der Kontakt zu der „Fridays for Future“-Gruppe. „Wir haben daraufhin ein paar Mal mit ihnen zusammengesessen und über die Forderungen diskutiert“, so Clausen. Einige Ratschläge der Wissenschaftler seien von den Jugendlichen angenommen worden, andere nicht. Er betont aber auch: „Am Ende wurden die Forderungen von den Jugendlichen alleine verfasst.“

Nicht alle Forderungen würde Clausen unterschreiben

Die Forderung, Verbrennungsmotoren bis 2030 zu verbannen, ist für Clausen „absolut konsequent und notwendig“. Das sei eine vernünftige Frist, um sich ein umweltfreundliches Auto zu kaufen. Dennoch würde er nicht jede Forderung unterschreiben. So beispielsweise, dass Hannover sich hin zu einem ausbeutungsfreien Wirtschaftssystem orientieren solle. „Es ist nicht klar, worum es dabei geht, das ist zu allgemein.“

Der 61-Jährige kritisiert vor allem das Handeln der Politik. „In den vergangenen 20 bis 30 Jahren wurde zu wenig erreicht, die Politik hat ihre Klimaziele 2020 komplett verfehlt.“ Nun müsse endlich was passieren – und auch in Hannover an jede Forderung herangegangen werden.

Von Cecelia Spohn

Der OB-Wahlkampf der SPD läuft seit Wochen. Marc Hansmann macht längst Hausbesuche. Ab Dienstag hängen seine Plakate.

23.08.2019

So haben sich 350 Passagiere ihre Fahrt mit dem Flixtrain von Hannover nach Berlin ganz sicher nicht vorgestellt: Die Klimaanlage ging nicht, der Zug fuhr nur Schritttempo und fiel dann ganz aus. Bei Stendal war Endstation.

23.08.2019

Die Tierrechtler von Peta wittern mal wieder einen Skandal im Zoo: Zwei junge Elefanten sind an Pocken erkrankt. Laut Peta würde der Zoo die offenbar geheim halten wollen. Der Tierpark widerspricht.

23.08.2019