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Meine Stadt Kinderpornos: Ministerium will Ermittlungen an Fremdfirmen vergeben
Hannover Meine Stadt Kinderpornos: Ministerium will Ermittlungen an Fremdfirmen vergeben
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15:00 31.03.2019
IM LANDESKRIMINALAMT: Frank Puschin (rechts) und sein Kollege Felix Piechota jagen im Internet Pädophile. Quelle: Dröse
HANNOVER

Die Auswertung von kinderpornografischen Dateien gehört zu den härtesten Aufgaben, die Polizisten erledigen müssen. Aus diesem Grund erfolge der Einsatz von Beamten in diesem Bereich nur auf freiwilliger Basis. Das teilte das Innenministerium auf eine Anfrage der FDP-Fraktion im Landtag mit.

Ministerium startet Pilotprojekt

Das Justizministerium hat nun ein Pilotprojekt gestartet, um Ermittler von der Auswertung kinderpornografischer Dateien zu entlasten. „Wir prüfen die Vergabe dieser Aufgabe an Fremdfirmen“, so Martin Speyer, Sprecher des Justizministeriums. Gerade seien von der Staatsanwaltschaft Hannover zwei Verfahren ausgewählt worden. Sie werden sowohl von den Ermittlern, als auch von zwei Firmen in Bayern ausgewertet. Im Herbst rechne man mit Ergebnissen, sagt Speyer. In erster Linie gehe es darum, ob die Firmen in puncto Gründlichkeit und Schnelligkeit genauso gute Arbeit leisten wie die Polizei. Ziel sei es die Beamten von der zeitraubenden Arbeit der Datensichtung zu entlasten.

Rund 2000 Verfahren pro Jahr

In Hannover ist die Zentralstelle zur Bekämpfung gewaltdarstellender, pornographischer oder sonst jugendgefährdender Schriften ansässig. Landesweit landen alle Verfahren dieser Art in Hannover. „Im Jahr haben wir etwa 2000 solcher Verfahren“, sagt Thomas Klinge, Sprecher der Staatsanwaltschaft. Das seien sehr zeitraubende Ermittlungen. Denn man müssen die Datenträger auch auf neue, unbekannte Bilder durchklicken. Da ändere auch die Zentraldatei bereits erfasster Bilder beim Landeskriminalamt nichts.

Privatfirmen zur Verschwiegenheit verpflichtet

In Berlin und Bayern greift man schön langer auf private Firmen bei der Auswertung von kinderpornografischen Dateien zurück. Einer der Anbieter von IT-Forensik ist „Fast Detect“ in Unterhachhing (Bayern). Geschäftsführer Thomas Salzberger erklärt auf der Homepage, dass die „Fast-Detect“-Mitarbeiter als Sachverständige in dem Verfahren auftreten. Die Mitarbeiter seien im erhöhten Maße zur Verschwiegenheit verpflichtet – vergleichbar mit Ärzten oder Anwälten.

Auf Seiten von Ermittlern wird das Outsourcing von Verbrechen kritisch betrachtet. „Man sollte das Geld lieber in die Polizei investieren, dann dauern die Verfahren auch nicht mehr so lange“, sagt ein Beamter aus Hannover. Bereits 2016 beklagte Ulf Küch, Landesvorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, die langen Auswertungszeiten. Er forderte eine bessere technische Ausrüstung für die Polizei.

Von Thomas Nagel

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