Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Ist dieser Taxifahrer ein Vergewaltiger?
Hannover Meine Stadt Ist dieser Taxifahrer ein Vergewaltiger?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:16 10.08.2012
WIE GEFÄHRLICH IST ER? Die Familie spricht von Rufmord. Quelle: Dröse
Hannover

Was passierte wirklich im Taxi? Nach der Anzeige einer Kundin (38) gegen einen Fahrer (48) wegen Vergewaltigung (NP berichtete) schlug der Fall am Dienstag weiter hohe Wellen. Die Familie des mutmaßlichen Täters ist am Boden zerstört – und glaubt fest an die Unschuld des vierfachen Familienvaters. „Das ist Rufmord. Es gab keine Vergewaltigung“, sagt ein Angehöriger.

Die 38-Jährige bleibt unterdessen bei ihrer Aussage, der Taxifahrer habe sie bei zwei Stopps an der Appelstraße und am Herrenhäuser Kirchweg zum Sex gezwungen. „Sie hat erst nach ein paar Tagen mit mir darüber sprechen können“, sagt ein Bekannter des Opfers: „Inzwischen fährt sie zwar wieder Taxi, sitzt aber nur noch hinten.“

Die 38-Jährige hatte nach NP-Informationen in der Tatnacht am vergangenen Dienstag in ihrer Stammkneipe „Destille“ in der Straße Im Moore (Nordstadt) ihren Feierabend verbracht, nachdem sie zuvor in der „Ramazzotti-Bar“ (Lilienstraße) gearbeitet hatte. Das mutmaßliche Opfer hat in der „Destille“ auch Alkohol getrunken. Wie viel, darüber gibt es widersprüchliche Aussagen – von „nur zwei, drei Prosecco“ bis zu „Die war so betrunken, dass ihr mehrere Leute ins Taxi helfen mussten“. Sicher ist: Die 38-Jährige bestellte in der Gaststätte gegen 4.30 Uhr das Taxi, dessen Fahrer sich dann kurze Zeit später zweimal an ihr vergangen haben soll.

Die verheiratete Mutter von vier Kindern versucht seitdem, ihr Leben möglichst normal weiterzuführen. „Sie arbeitet seit ein paar Monaten auch in der Destille“, so ihr Bekannter: „Und sie hat auch ein paar Tage nach dem Vorfall dort ganz normal ihre Schicht gemacht.“

Für die Familie des Taxifahrers sind die Vergewaltigungsvorwürfe ein Alptraum. Ob Frau, Kinder oder Geschwister – alle sind von der Unschuld des 48-Jährigen fest überzeugt. „Die Anschuldigungen sind aus dem Ärmel gezogen“, sagt der Verwandte. Seit dem Wochenende sitzt der Beschuldigte in Untersuchungshaft.