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Meine Stadt Ihme-Zentrum soll neuen Namen tragen
Hannover Meine Stadt Ihme-Zentrum soll neuen Namen tragen
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00:23 25.04.2018
NEUE PERSPEKTIVE: Auch beim Workshop der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum gab es Hoffnungen. Quelle: Foto: Franson
Hannover

Im Ihme-Zentrum, so sagen Insider, steht derzeit nicht ein Wohnung leer. Das sei eine Folge des Wohnraummangels. Man ziehe eben dahin, wo Mieten noch bezahlbar sind, meinen die einen. „Diese Stadt in der Stadt hat eine Zukunft. Es wird ein Trend, dort zu wohnen“, versichern die anderen.

Zu den Letzteren gehört Torsten Jaskulski, Verwalter des Sanierungsfalls. Wenn er früher erzählt habe, dass er sein Büro im Ihme-Zentrum habe, hätten seine Gesprächspartner verdutzt geschaut, berichtet er in einem vom Lokalfernsehen h1 gezeigten Streitgespräch. Inzwischen sei das völlig anders. „Das könnte das Schönste überhaupt sein in Hannover“, zitiert OB Stefan Schostok einen Visionär.

Der Verwaltungschef ahnt: „Da kommt unglaublich viel Arbeit auf uns alle zu.“ Wie berichtet, fängt die in Kürze an mit der neuen Fassade. Die Einzelhandelsfläche soll von 60 000 auf 20 000 Quadratmetern schrumpfen. Sascha Hettrich, Vorstandsvorsitzender des Großeigentümers Intown, versichert, die Gespräche mit potenziellen Mietinteressenten liefen sehr gut. Als Namen nennt er Edeka, Rewe, Lidl, außerdem Fachmärkte undeinen Babyausstatter.

Hettrich vermittelt Zuversicht. Intown sei „innovativ in der Entwicklung von Ideen“ und habe langen Atem. Der Immobilienkonzern schaffe es immer, „Objekte zu repositionieren“ und dabei eine vernünftige Rendite zu erzielen. „Alles ist reparabel“ stimmt ihm Constantin Alexander vom Verein Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum zumindest im Ansatz zu.

Damit mehr als ein Ansatz daraus wird, bringt Hettrich zwei neue Ideen ein. Zum einen könne man ein Quartiersmanagement entwickeln. Außerdem werde man einen Wettbewerb starten: „Wir wollen eine Umbenennung fürs Ihme-Zentrum.“

Ihre Zusage, dort weiter Ankermieterin zu bleiben, hat die Stadt bekanntlich an Bedingungen geknüpft. Wenn Intown es nicht schafft, bis 2022 die Fassade zu erneuern sowie Büros, Geschäftsräume und öffentliche Flächen zu sanieren, werden Vertragsstrafen in Millionenhöhe fällig. Die Stadt bleibt im Dialog – Schostok lädt am 5. Mai zum „Forum Revitalisierung“ein.

Von Vera König

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