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Meine Stadt Ihme-Zentrum: Windhorst noch kein Eigentümer
Hannover Meine Stadt Ihme-Zentrum: Windhorst noch kein Eigentümer
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21:05 10.06.2019
Der Investor Lars Windhorst möchte das Ihme-Zentrum in Hannover übernehmen. Quelle: RND-Montage/Moritz Frankenberg/dpa/Klaus-Dietmar Gabbert
Hannover

Der Neustart in Sachen Ihme-Zentrum ist auch eine Frage des Vertrauens. Wird der neue Investor Lars Windhorst wie versprochen die Termine für die Sanierung einhalten? Im Mai wollte er die Immobilie in Linden vom bisherigen Eigentümer Intown übernehmen. Zumindest das hat nach Informationen der NP nicht pünktlich geklappt.

„Es läuft komplett alles nach Plan“, versichert dennoch Andreas Fritzenkötter, Windhorsts Sprecher. Es gebe „keine Irritationen“. Sowohl mit Hannovers Stadtverwaltung als auch mit Interessenten für die Gewerbeimmobilien gingen die Gespräche voran. Voraussichtlich Ende Juni, spätestens aber Anfang Juli wolle man einen Fahrplan vorstellen – konkret auch für die anstehende Fassadensanierung.

Fassade muss bis Mitte 2021 saniert sein

Die muss bis zum 30. Juni 2021 abgeschlossen werden. So hat es die Stadt noch mit Intown vertraglich vereinbart. Und da Windhorst nicht nur die Intown-Anteile am Ihme-Zentrum kaufen will, sondern gleich die ganze Tochtergesellschaft, der diese gehören, ist auch er an diese Verträge gebunden. Zudem muss der Investor bis Ende 2021 mindestens 9000 Quadratmeter Einzelhandelsflächen im Sockelbereich der Immobilie vermietet haben. Sonst kann die Stadt von ihrem Mietvertrag für gut 20.000 Quadratmeter Bürofläche zurücktreten, der ab Oktober 2022 für weitere 20 Jahre gelten soll.

Laut Torsten Jaskulski, dem Verwalter des Ihme-Zentrums, sind die Abrissarbeiten an der Fassade im Plan. Ein Zeitplan für die anschließende Sanierung liege aber auch ihm noch nicht vor. „Da haben wir nochmal nachgehakt“, sagt Jaskulski.

Riesig und kompliziert: Die Wiederbelebung von Hannovers Ihme-Zentrum wird auch für den neuen Investor Lars Windhorst eine Herausforderung sein. Quelle: Frankenberg

Mit der Stadt liefen außerdem die Gespräche für den Bau eines Radweges durch das Ihme-Zentrum. Der Bund hat dafür zwei Millionen Euro zur Verfügung gestellt, eine Million Euro schießt die Stadt selbst hinzu. Für den Durchgang durchs Parterre der Immobilie sind auch Abrissarbeiten vorgesehen, damit der Radweg nicht durch ein finsteres Loch führt.

Mit neuem Jet unterwegs zur ersten Milliarden?

Investor Windhorst dreht derweil weiter das große Rad, hat sein Unternehmen neu aufgestellt. Aus Sapinda wurde die Tennor-Gruppe. Der 42-Jährige will vor allem in den USA groß angreifen. Laut Handelsblatt ist er auf dem Weg zur ersten Milliarden, machte gemäß Geschäftsbericht 2018 einen Nettogewinn von 360 Millionen Euro und habe seinen Privatjet gegen einen größeren getauscht. Immer unterwegs zu neuen Deals mit den Finanzgrößen dieser Welt.

„Wenn Windhorst ruft, kommen alle“, schreibt das Handelsblatt. Sein Arbeitspensum wirke „selbstmörderisch“. Windhorst wolle nicht nur die erste Milliarde machen. Sondern auch so schnell wie möglich seine Pleiten in der Vergangenheit vergessen machen. Die kann auch Hannovers Ihme-Zentrum nicht mehr gebrauchen.

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Von Christian Bohnenkamp

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