Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Ihme-Zentrum: Verein beklagt Stillstand
Hannover Meine Stadt Ihme-Zentrum: Verein beklagt Stillstand
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:35 29.12.2018
Weiter ungewiss: Die Zukunft von Hannovers Ihme-Zentrum. Der Verein Zukunftswerkstatt warnt vor Stillstand und dem Verfall von Fördergeldern. Quelle: Frankenberg
Hannover

Um für die Problem-Immobilie in Linden Perspektiven zu entwickeln, hat sich der Verein Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum gegründet. Nun allerdings ziehen die Verantwortlichen ernüchtert Bilanz. Sie werfen der Stadt und Investor Intown vor, zu wenig zu tun und warnen vor Stillstand und dem Verfall von Fördergeldern.

Zwei Millionen Euro hat der Bund gegeben, um das Ihme-Zentrum zu revitalisieren. Eine weitere Million legte Hannovers Rat oben drauf. Aus Sicht der Zukunftswerkstatt fehlt es aber an einem konkreten Plan, wofür das Geld ausgegeben werden soll.

Wofür soll das Fördergeld ausgegeben werden?

Bestandteil der Förderung sei unter anderem ein Rechtsgutachten, das Ansätze liefern soll, wie die komplizierten Eigentumsverhältnisse im Ihme-Zentrum, so geordnet werden können, dass Planungen künftig einfacher umgesetzt werden. „Welche Ergebnisse hat das schon vor mehr als einem Jahr von der Stadt in Auftrag gegebene Gutachten gebracht?“, fragt Gerd Runge, Vorstandsmitglied des Vereins.

Viele ungeklärte Fragen gebe es auch zu dem neuen Fuß- und Radweg, der durch das Ihme-Zentrum führen und Linden-Mitte sowie die Calenberger Neustadt verbinden soll. Außerdem sei Bestandteil der Bundesförderung, dass Räume im Ihme-Zentrum für kulturelle Zwecke zur Verfügung gestellt werden. Auch dafür fehle ein Konzept. „Alle Versprechen der Stadtverwaltung, die Sanierung des Ihme-Zentrums mit dem nötigen Nachdruck voranzutreiben, werden bisher nicht eingelöst“, kritisiert Runge. Die Mittel des Bundes seien an Terminvorgaben geknüpft und drohten zu verfallen, wenn die Zeitpläne nicht eingehalten würden, warnt er.

Verein: Investor macht nur kosmetische Eingriffe

Skeptisch sieht der Verein auch die bisherigen Sanierungsbemühungen von Investor Intown. Angebote von Unterstützung bei der Planung habe dieser bisher abgelehnt. „Das macht den Eindruck, dass Intown über kosmetische Eingriffe an der Fassade entlang der Blumenauer Straße hinaus gar keine Pläne hat, die Sockelgeschosse des Ihme-Zentrums vollständig zu sanieren“, fürchtet der Vereinsvorsitzende Detlef Reuleke.

Er wirft dem Großeigentümer vor, dass dieser „immer nur so viel macht wie zwingend notwendig ist und ansonsten nur maximale Rendite aus dem Objekt herauszieht“, so Reuleke.

Intown hatte zuvor allerdings angekündigt, dass die Arbeiten an der Fassade im Januar beginnen sollen. Beim Umbau der Gewerbeflächen ist der Start der Arbeiten für Mitte 2019 vorgesehen, hieß es.

Von Christian Bohnenkamp

Der traditionellen Silvesterfeier in Hannovers Markthalle drohen Beschränkungen. Die Stadt hat strenge Auflagen gemacht. Verwalter Gerhard Schacht geht mit Anwälten dagegen vor. Öffnen wird die Halle am Montag in jedem Fall. Die Frage ist aber wie viele Besucher rein dürfen.

29.12.2018

Blutiger Streit in Hannover-Hainholz: In einer Wohnung an der Schulenburger Landstraße ist ein 29-Jähriger bei einer Auseinandersetzung getötet worden. Zwei weitere Personen wurden verletzt.

29.12.2018

Schon wieder den Wechseltermin für den Strom- oder Gasanbieter verpasst? Kann teuer werden. Muss aber nicht sein – es gibt Dienste, die das automatisch erledigen. Wir stellen einen „Tarifaufpasser“ vor und sagen, was die Verbraucherzentrale davon hält.

15.01.2019