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Meine Stadt Ideen-Expo: Niedersachenmetall lässt Schüler im Solar-Cup antreten
Hannover Meine Stadt Ideen-Expo: Niedersachenmetall lässt Schüler im Solar-Cup antreten
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17:06 18.06.2019
Die Spannung ist spürbar. Jeweils vier bis fünf Solarwägelchen treten pro Bahn gegeneinander an. Quelle: Nancy Heusel
Hannover

Der Countdown hat gerade begonnen. Plötzlich schiebt sich eine dicke Wolke vor die Sonne. Anna Noack, Bildungsreferentin der Stiftung Niedersachsenmetall, stoppt mit dem Herunterzählen. Ohne Sonne rollt hier nichts. Es geht um Licht-Geschwindigkeit.

Zum ersten Mal hat die Stiftung am Dienstag auf der Ideen-Expo Schülerinnen und Schüler zum Solar-Cup aufgerufen. Rund 80 Teams von 15 Schulen aus der Region Hannover und den benachbarten Landkreisen sind mit ihren selbst gebastelten Mini-Solar-Flitzern angetreten. Wer ist der Schnellste?

Zwei Kategorien gibt es. Kaja (14), Ricarda (14) und Marlene (13) vom Goethegymnasium in Hildesheim nehmen in der A-Kategorie für die Klassen 4 bis 8 teil. Hier müssen die Flitzer die zehn Meter langen Bahnen nur einmal hin und zurück absolvieren, werden dabei von Hand umgedreht.

Der Holzrahmen stammt von einer Obstkiste

„Wir haben nur alte Materialien verwendet“, berichtet Marlene. Die Räder stammen von einem Playmobil-Trecker, der Holzrahmen von einer Obstkiste. Nur der Motor und die Solarmodule wurden von Niedersachsenmetall gestellt, alles andere müssen die Schülerinnen und Schüler selbst konstruieren.

Vor dem Start sind Kaja (14), Ricarda (14) und Marlene (13) noch optimistisch. Ihr Auto heißt Bob. Quelle: Nancy Heusel

Vor dem Start haben die drei Mädchen die Module mit einem Handtuch abgedeckt. Sobald die Sonne auf sie einstrahlt, fangen die Räder an, sich zu drehen. Am Startpunkt heben alle Teilnehmer die Antriebsachsen daher hoch und setzen sie erst mit dem Startpfiff ab.

Das Hildesheimer Trio hat Pech. Ihr Flitzer flitzt nicht, er kriecht. Die Räder rollen nicht so richtig geradeaus. „Er will immer eine Kurve fahren“, ärgert sich Marlene. Deshalb drückt das Solarmobil immer an die Begrenzung der Fahrspur und wird so abgebremst. Die Mädchen sind enttäuscht, aber letztlich geht es ums Mitmachen. Andere Mobile rasen tatsächlich mit beachtlichen Geschwindigkeiten über die Strecke, etwa der Flitzer von Jan Hühne und Maico Heise von der Homburg Oberschule Stadtoldendorf. Ihr Trick: große, aber dünne Räder aus besonders leichtem Holz. Das wird am Ende auch belohnt. Die beiden erringen den ersten Platz in ihrer Kategorie.

Rückwärtsgang funktioniert nicht

In der Kategorie B der Klassen 9 bis 13 müssen die Flitzer nicht nur die doppelte Wegstrecke teils durch einen Tunnel zurücklegen. Sie müssen auch selbstständig zurückkommen, also rückwärts fahren können. Damit hat das Team von Malte und Quan (beide 15) von der Michelsenschule in Hildesheim kurz vor dem Start noch Probleme. Der Rückwärtsgang funktioniert nicht. Fieberhaft versuchen sie, den Fehler zu finden.

Malte (15) und Quan müssen vor dem Start noch schrauben und löten, damit ihr Flitzer wieder rückwärts fahren kann. Quelle: Nancy Heusel

Nicht das einzige Problem ihres Fahrzeugs. „Gleich am Anfang war eine Solarplatte kaputt“, erzählt Malte. „Auch da mussten wir erstmal herausfinden, wo der Fehler lag. Es ist halt wichtig, gleich zum Anfang erstmal alle Teile auszuprobieren.“ Zusammengebaut hat sein Team den Flitzer innerhalb von drei Stunden im Rahmen des Physikkurses.

Die Rennen verlaufen in einer Art K.-o.-System. Auf den beiden Bahnen treten jeweils vier bis fünf Flitzer gegeneinander an. Die schnellsten drei – zwei bei nur vier Konkurrenten – kommen eine Runde weiter. In der B-Kategorie durchsetzen können sich am Ende Philip Waschnitzek, Jonas Schmidt und Tom Luka Spießl aus dem Gymnasium Ernestinum Rinteln.

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Von Andreas Krasselt

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