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Meine Stadt Hoffnung für Paar aus Hannover: Katamaran in Ägypten repariert
Hannover Meine Stadt Hoffnung für Paar aus Hannover: Katamaran in Ägypten repariert
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16:30 28.12.2018
Hoffnung für das Paar aus Hannover: Ingo Blanke und seine Lebensgefährtin Papichaya Nathoen wollten mir ihrem reparierten Boot bald in See stechen. Quelle: privat
Hurghada

Nun können sie endlich weitersegeln: Fast drei Monate nach ihrem schweren Bootsunfall im Roten Meer stecken der Hannoveraner Ingo Blanke und seine Lebensgefährtin Papichaya Nathoen mit ihrem stark beschädigten Katamaran nun schon in der ägyptischen Küstenstadt Hurghada fest. Am zweiten Weihnachtstag konnte das Paar aus Hannover aber wieder neue Hoffnung schöpfen. Ihr inzwischen repariertes Boot liegt wieder im Hafen – und nicht auf Stelzen, sondern im Wasser. Ein Probefahrt am Sonnabend, noch ein paar Tests und dann kann es womöglich bald losgehen. Ihr Ziel: Krabi an der Westküste Thailands.

Kaum weihnachtliche Stimmung

Damit sie ihre Tour fortsetzen konnten, verbrachten sie die Weihnachtsfeiertage anders als geplant. Statt gemütlich an einem Tannenbaum zu sitzen, schraubten sie unter Palmen ihr Boot zusammen. „Weihnachten fiel dieses Jahr aus“, sagt Blanke und zeigt als Beweis seine Hände. Sie sind deutlich von der Arbeit der letzten Tage gekennzeichnet: Kleinere Schürfwunden und ein bisschen Dreck zeugen von anstrengenden Feiertagen. „Nur Heiligabend waren wir was essen“, erzählt er. Auch sonst kam in Ägypten kaum weihnachtliche Stimmung auf und das obwohl viele christliche Kopten in der Stadt lebten.

Ingo Blanke und seine Freundin sind in Hurghada gestrandet. Quelle: privat

Ohne Hilfe hätten es Blanke und seine Freundin aber wahrscheinlich noch nicht auf das Wasser geschafft. Denn die Versicherung zahlte für den Schaden nicht. Fast ihr ganzes Erspartes hatte das Paar in das Boot investiert und lebte daher wochenlang in einem kleinen, günstigen Bungalow am Hafen. „Freunde und Familie haben geholfen, wo sie nur konnten“, erzählt Blanke. Mehr als 250 Helfer hätten sich mit Spenden beteiligt.

NP-Leser kann helfen

Auch Heinz Oberwahrenbrock konnte unterstützen. Der 65-jährige Rentner aus Gorleben las in der NP von dem Schicksal des Paares. Zusammen mit seiner thailändischen Frau machte er sich nur drei Tage später auf nach Ägypten und blieb dort für eine Woche. Oberwahrenbrock hatte jahrelang in einer Werft gearbeitet, Katamarane gebaut und auch Weltumsegler betreut. „Wir haben ein paar Dinge mit nach Hurghada mitgenommen. Im Nachhinein hätten wir aber besser andere Sachen eingepackt“, erzählt Oberwahrenbrock.

Mit seinem Wissen habe er sehr geholfen, berichtet Blanke. Auch Oberwahrenbrock hat etwas mitgenommen: „Die beiden besitzen ein großes Kämpferherz. Ihnen kann man es gönnen, dass sie es schaffen.“ Das was sie erlebt hätten, sei zwar großes Pech, aber auf solch langen Touren auch nicht unüblich, weiß der Rentner. „Eine Seefahrt verläuft nie reibungslos.“

Das Ziel: Das Touristenparadies Krabi an der Westküste Thailands. Quelle: privat

Nun hofft Blanke, dass die restlichen rund 10.000 Kilometer auf See mehr von Erfolg gekrönt sind. Er hat über das Internet drei Mitsegler – ein Engländer, ein Grieche und ein Österreicher – gefunden, die auf der „Mango One“ bis nach Thailand mitsegeln wollen. Sie stoßen zwischen dem 3. und 5. Januar dazu. Das helfe, um die Nachtwachen besser teilen zu können. „So ist das angenehmer. Wer glaubt, dass Segeln entspannt und eine Art Luxus-Urlaub ist, der irrt gewaltig“, stellt Blanke klar. Im März wollen sie in Krabi an der Westküste Thailands sein. Dort möchten sie mit ihrem Katamaran nachhaltigen Tourismus anbieten und sich aktiv an den Kampf gegen Plastikmüll in den Meeren beteiligen.

Das reparierte Boot zieren nun auch zwei ägyptische Hieroglyphen. Sie stellen Horus, den Hauptgott des Alten Ägypten, und den Sonnengott Re dar. „Die beiden haben fortan ein waches Auge auf uns“, sagt Blanke.

Von Sascha Priesemann

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