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Meine Stadt Hochhaus-Ideen für Hannover
Hannover Meine Stadt Hochhaus-Ideen für Hannover
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18:36 12.07.2019
Hochhaus am Friederikenplatz: Suwanan Suwannabut (19) hat es entworfen. Sie will später mal Architektin werden. Quelle: Frank Wilde
Hannover

Hochhäuser sind wieder ein Thema in Hannover. Am Andreas-Hermes-Platz feierte bereits im April das neue Intercity-Hotel Richtfest. Ein weiteres Hochhaus soll nur wenige hundert Meter weiter an der Celler Straße entstehen, auf dem Gelände des früheren Postscheckamtes. Kein Wunder, dass sich nun auch die Ferienaktion Kunstsommer mit einem solchen Projekt befasste, deren Ergebnisse am Freitag im Sprengel-Museum vorgestellt wurden. Schüler hatten die Aufgabe, ein Hochhaus für den Friederikenplatz zu entwerfen.

Dort, wo das 1966 abgerissene Friederikenschlösschen stand, kann sich Architekt Ekkehard Bollmann sehr wohl ein Hochhaus vorstellen. Er gehörte zu den Experten, die die Schüler betreuten. In der Vergangenheit habe Hannover dazu oft der Mut gefehlt. „Aber der Friederikenplatz könnte einen solchen Bau gut verkraften. Das wäre ein schöner Dreiklang im Zusammenhang mit dem Neuen Rathaus und der Nord/LB“. Und der Architekt kennt sich aus. Er war am Entwurf des alten Kröpcke-Centers beteiligt.

Mehr als 50 Schüler machten mit beim Kunstsommer 2019. Von Mode bis Architektur – sie hatten viele Ideen.

Ein Beruf, von dem auch Suwanan Suwannabut träumt. Die 19-Jährige gehörte zu den Schülern, die bei der Ferienaktion ein Hochhaus entworfen haben. Einen transparenten Fahrstuhl kann sie sich darin vorstellen, außerdem einen Wellnessbereich, Swimmingpool und Wohnungen.

Bertrand Kesper (15) findet, dass auch Hochhäuser Grün vertragen können. Er hat Bäume entlang der Fassade platziert. „Ich war mal in Singapur. Überall, wo es geht, werden dort Pflanzen hingestellt. Ich finde, dass auch die Nord/LB mehr Grün haben sollte“.

Aus Stoffresten Mode machen

Beim Kunstsommer ging es jedoch nicht nur um Architektur. Kaya Bökemeier beschäftigte sich gemeinsam mit anderen Schülern mit „Upcycling“ in der Mode. Das bedeutete insofern ein Umdenken, als dass es darum ging, zu schauen, wie sich aus vorhandenen Resten Mode gestalten lässt. Und nicht für einen fertigen Entwurf, geeignetes Material zu suchen. Die 16-Jährige fand ein „großes Stück Stoff. Das hat mich inspiriert“. Außerdem einen Pullover mit Löchern. Bökemeier schneiderte daraus ein schickes Outfit – und will später auch mal Modedesignerin werden.

Maryam Majid lernte beim Kunstsommer, dass „Fotografie mehr ist, als Fotos knipsen“. Die 16-Jährige gehörte zu den Schülern, die die Aufgabe hatten, Collagen zu gestalten und dabei eine Verbindung zwischen gestern und heute herzustellen. Majid fand ein altes Foto vom Steintor, fotografierte eine Freundin an derselben Stelle – und montierte diese in die historische Szenerie ein.

Lampen nach Bauhaus-Tradition

Nancy Heinzeroth – in ihrem Workshop ging es um Produktdesign nach Bauhaus-Tradition – gestaltete eine Lampe, die sich mit wenigen Handgriffen komplett umgestalten lässt. „Improsky“ nannte die 18-Jährige ihr Kunstwerk. „Eine Mischung aus Improvisation und Kandinsky“. Die Ideen des russischen Künstlers dienten der Schülerin als Vorbild.

Im Sprengel-Museum drehte sich alles um Papier. „Es ging darum, dieses als Medium zu entdecken und sich künstlerisch von der Sammlung inspirieren zu lassen“, erklärte Dörte Wiegand, die das Projekt betreute. Schon zum zehnten Mal hatten zahlreiche Institutionen aus der Szene den Kunstsommer unterstützt. Auch 2019 mit „bemerkenswerten und spannenden Ergebnissen“, wie Thomas Schwark fand, Direktor des Historischen Museums.

Von Christian Bohnenkamp

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