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Meine Stadt Hindenburg muss bleiben, fordern einige Anwohner
Hannover Meine Stadt Hindenburg muss bleiben, fordern einige Anwohner
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19:06 06.05.2019
KEIN NAMENSGEBER MEHR: Paul von Hindenburg. Quelle: Foto: AP Archiv
Hannover

Die Umbenennung der Hindenburgstraße ist beschlossene Sache – allerdings nicht für viele Anwohner im Zooviertel. Eine fünfköpfige Initiative hat eine Aktion gestartet, die die Stadt noch zum Einlenken bringen soll.

Demnach sollen möglichst viele Zooviertel-Bewohner einen Text unterschreiben, der an die Landeshauptstadt gemailt oder geschickt wird. Darin heißt es: „Die Benennung von Straßennamen nach historischen Persönlichkeiten ist nach so langer Zeit nicht mehr Ausdruck einer Ehrung, sondern gibt Gelegenheit, Vergangenes bewusst zu halten und nicht zu vergessen. Dies kann gerade im Falle Hindenburgs am besten durch Zusatztafeln an den Schildern mit dem verbleibenden Straßennamen geschehen.“

Einer der Initiatoren, Ludwig Meyer, aus der Ellernstraße, sagte der NP: „Geschichte muss aufgearbeitet werden. Sie kann nicht einfach gelöscht werden, indem man die Straßennamen auswechselt.“

Seiner Meinung nach werde die geplante Umbenennung jetzt nur am Stammtisch oder in Einzelgesprächen thematisiert, „aber das hat nicht viel mit Aufarbeitung zu tun“, so der 82-jährige Jurist. Er könne sich auch vorstellen, Zusammenkünfte der Nachbarschaft einzuberufen, um das Thema Sinn und Unsinn der Umbenennung zu diskutieren. „Wie Hindenburg haben sich 1933 im Reichstag damals unverdächtige Demokraten wie Brüning und alle vom Zentrum, wie Theodor Heuß, und alle Liberalen schrecklich geirrt und dem Ermächtigungsgesetz und damit Hitlers Diktatur zugestimmt. Das und die schrecklichen Folgen macht eine Hinweistafel bewusst, eine Namensänderung dient eher dem Vergessen“, schlagen die Initiatoren vor.

Darüber hinaus wollen die Anwohner jahrzehntelange Adressen auch aus pragmatischen Gründen nicht austauschen. Auch Meyer ist klar, dass es „manchen nur um die Kosten geht, die durch eine Umbenennung entstehen“. Straßennamen in allen Ausweisen und für alle persönlichen und geschäftlichen Kontakte zu ändern, sei ärgerlich und führe oft zum Abbruch von Verbindungen.

Die Stadt ruft seit vergangener Woche alle Bürger Hannovers auf, Vorschläge für eine Neubenennung der Straße einzureichen. Aus den Vorschlägen wählt dann der Stadtbezirksrat sieben Namen aus, die in die engere Wahl genommen werden. Die Initiative will es bei Hindenburg belassen.

Von Petra Rückerl

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